Der Spirituosenhersteller Berentzen geht in die Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts München I im Rechtsstreit mit der Paulaner Brauerei um das Design einer Cola-Mix-Flasche. Dies teilte Berentzen-Vorstandschef Oliver Schwegmann auf dem Karrierenetzwerk Linkedin mit. „Wir haben die Urteilsbegründung [...] sorgfältig gelesen und eingehend analysiert – sie hat uns so gar nicht überzeugt“, teilte Schwegmann in einer Mitteilung mit. Das Urteil halte er für lebensfremd. „Ich freue mich dennoch, verkünden zu können, dass wir in Berufung gehen“, erklärte der Berentzen-Chef. Nun muss das Oberlandesgericht München über den Fall entscheiden.
Das Landgericht München I hatte Berentzen zuvor den Verkauf des Getränks Mio Mio Cola+Orange in dem umstrittenen Design untersagt. Bei Zuwiderhandlung droht dem Unternehmen ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro, wie das Gericht mitteilte.
Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil muss Berentzen Schadenersatz zahlen und alle bereits produzierten Flaschen in seinem Besitz vernichten. Das Gericht sah die Gefahr, dass Kunden die farbliche Gestaltung der Mio-Mio-Flaschen mit Paulaner in Verbindung bringen könnten. Die Münchner Brauerei hat das Wellendesign ihrer Flaschen in den Farben Gelb, Orange, Rot, Pink und Lila als Marke schützen lassen.
