Die Beschäftigten der Carlsberg-Betriebe in Hamburg und Lübz sowie der Flensburger Brauerei erhalten mehr Lohn. Die Bezahlung steigt in zwei Schritten um insgesamt 5 Prozent. Das teilten die Tarifparteien mit. Eine Schlichtung musste den Konflikt lösen, nachdem sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände zuvor nicht einigen konnten.
Neuer Tarifvertrag gilt für 21 Monate
Die Brauer bekommen nach Angaben der NGG zum August 2,3 Prozent mehr Geld. Im Juni 2026 folgt eine weitere Erhöhung um 2,7 Prozent. Der neue Tarifvertrag gilt für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Er läuft 21 Monate.
Von der Einigung profitieren zwischen 600 und 740 Beschäftigte. Der NGG-Landesbezirksvorsitzende Finn Petersen geht von etwa 600 Mitarbeitern aus; Arbeitgebervertreter Michael Scherer rechnet mit 740 Beschäftigten.
Warnstreik in Brauereien in Freiberg und Krostitz
Während die Tarifparteien im Norden zu einer Einigung kamen, dauert der Arbeitskampf in Sachsen an. Die NGG hat für Donnerstag zu Warnstreiks im Freiberger Brauhaus und in der Krostitzer Brauerei aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert für die Brauindustrie in Sachsen und Thüringen 7 Prozent mehr Lohn. Nach Angaben der NGG sind in sechs Betrieben des sogenannten „Kombinat Ost“ bisher 63 Schichten ausgefallen. Mehr als 40 Millionen Flaschen Bier konnten dadurch nicht abgefüllt werden.
