Geschäftsentwicklung Symrise senkt seine Umsatzprognose

Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise reduziert seine Umsatzerwartung für 2025 wegen schwächerer Konsumentennachfrage. Gleichzeitig hebt das Unternehmen seine Profitabilitätsziele an. Im ersten Halbjahr steigerte der Konzern seinen Gewinn um 29 Millionen Euro auf 268 Millionen Euro.

Mittwoch, 30. Juli 2025, 12:35 Uhr
Theresa Kalmer
Symrise ist ein weltweit tätiger Anbieter von Duft-, Geschmacks- und Wirkstoffen für Kosmetik, Lebensmittel, Getränke, Pharma, Nahrungsergänzung und Heimtiernahrung. Bildquelle: Symrise

Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben für 2025 nur noch ein organisches Wachstum von 3 bis 5 Prozent. Bislang hatte der Konzern ein Wachstum von 5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt. Als Grund nannte Symrise eine zunehmend zurückhaltende Konsumentennachfrage.

Im ersten Halbjahr bereits 20 Millionen Euro eingespart

Die Profitabilitätsziele hob Symrise dagegen an. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll 2025 nun bei rund 21,5 Prozent liegen. Bisher hatte das Unternehmen etwa 21 Prozent angepeilt. Im ersten Halbjahr erreichte Symrise eine EBITDA-Marge von 21,7 Prozent, was einem Anstieg von 100 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen erwartet für 2025 Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerungen von 40 Millionen Euro. Davon hat Symrise nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr bereits 20 Millionen Euro realisiert.

Organisches Umsatzwachstum um 3,1 Prozent

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr organisch um 3,1 Prozent auf 2.554 Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 4,5 Prozent auf 554 Millionen Euro. Der Konzerngewinn legte um 29 Millionen Euro auf 268 Millionen Euro zu. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 1,92 Euro nach 1,71 Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. „Während unsere Transformation an Dynamik gewinnt, was sich in unserer gestiegenen Profitabilität zeigt, beobachten wir eine Verschiebung der globalen Marktdynamik mit zunehmend zurückhaltender Konsumentennachfrage“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Jean-Yves Parisot. 

Symrise holt Brenntag-Manager Friede in den Vorstand

Symrise hat zudem Michael Friede in den Vorstand berufen. Friede (Jahrgang 1980) übernimmt die Leitung des Segments Scent & Care, das Parfümerieanwendungen, Duftstoffe und kosmetische Wirkstoffe umfasst und einen Jahresumsatz von etwa 2 Milliarden Euro erzielt. Der Manager war zuletzt Vorstandsmitglied beim Chemikalienhändler Brenntag, wo er als Chef der Sparte Brenntag Specialties das globale Life Science und Material Science Geschäft der Spezialchemie verantwortete. Zuvor arbeitete er in Führungspositionen bei Akzo Nobel und Covestro.

Nettoverschuldung erhöhte sich

Das Unternehmen prüft strategische Optionen für das Geschäft mit Terpeninhaltsstoffen. Auch will Symrise sein Aquafuttergeschäft in Costa Rica verkaufen und den Standort in Ecuador schließen. Der erwartete jährliche Portfolioeffekt durch diese Maßnahmen beträgt nach Unternehmensangaben bis zu 10 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung des Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2024 um 210 Millionen Euro auf 2.046 Millionen Euro. Einschließlich Pensions- und Leasingverbindlichkeiten belief sich die Nettoverschuldung auf 2.535 Millionen Euro.

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