Tarifeinigung Brauerei-Beschäftigte in NRW bekommen mehr Geld

Die Löhne von 5500 Beschäftigten in nordrhein-westfälischen Brauereien steigen in mehreren Stufen. Zunächst gibt es 2,8 Prozent mehr Geld rückwirkend, bis September 2026 folgen weitere Erhöhungen. Auszubildende erhalten zusätzliche Lerntage.

Mittwoch, 09. Juli 2025, 16:07 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Die Brauereien in Nordrhein-Westfalen zahlen ihren Beschäftigten zukünftig höhere Löhne. Bildquelle: Getty Images

Die Beschäftigten in den nordrhein-westfälischen Brauereien erhalten mehr Lohn. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilte, steigen die Gehälter für etwa 5500 Mitarbeiter rückwirkend um 2,8 Prozent. Im Februar 2026 folgt eine Erhöhung um 60 Euro, im September 2026 kommt ein weiterer Aufschlag von 1,5 Prozent hinzu.

Der Tarifvertrag läuft 24 Monate und endet im März 2027. Auszubildende erhalten künftig zwei freie Tage zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, teilte die Gewerkschaft mit. Der Brauereiverband NRW bestätigte die Vereinbarung.

Die Einigung betrifft die zehn Mitgliedsunternehmen des Brauereiverbands NRW. Dazu zählen unter anderem die Brauerei König aus Duisburg, Radeberger aus Dortmund, Diebels aus Issum sowie Früh und Gaffel aus Köln. Für die Brauereien Warsteiner, Veltins und Krombacher, die nicht dem Verband angehören, gelten separate Tarifverträge. Diese sehen laut Gewerkschaft vergleichbare Lohnsteigerungen vor.

„Das Lohn-Plus liegt deutlich über der Inflation“, sagte NGG-Landeschef Mohamed Boudih. „Vom Brauer über die Lebensmitteltechnologin und dem Produktionshelfer in der Fassabfüllung bis zum Fahrer: Die Brauerei-Beschäftigten haben damit ein gutes Reallohn-Plus.“

Der Geschäftsführer des Brauereiverbandes NRW, Marc Peters, bezeichnete den Tarifabschluss hingegen als „eine Herausforderung“. Der Bierausstoß sei seit Jahrzehnten rückläufig, während die Kosten für Löhne, Energie, Glas, Kästen und Kronkorken stiegen.

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