Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßt die Fortführung des Budgets für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau im Jahr 2025 auf bisherigem Niveau. Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bunds, bezeichnet die Entscheidung von Bundesminister Alois Rainer (CSU) als „wichtiges Signal an die heimische Lebensmittelwirtschaft“.
Verweis auf zunehmende Dürreperioden
Laut Peter Röhrig kann die heimische Produktion die wachsende Nachfrage nach Bio-Produkten kaum noch bedienen. Viele Höfe zögern mit der Umstellung auf Bio. Als Grund dafür nennt der Vorstand die Vernachlässigung von Bio in der Forschung. „Der Anteil der öffentlichen Agrar-Forschungsmittel für Bio liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich und damit weit unterhalb des Anteils der Bio-Fläche in Deutschland“, erklärt Röhrig.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft fordert mehr Innovationen im ökologischen Pflanzenbau, der Tierhaltung und der Bio-Lebensmittelverarbeitung. Angesichts zunehmender Dürreperioden sei dies dringend notwendig. Der Ökolandbau schütze das Grundwasser und halte Wasser im Boden, betont der Verband.
Röhrig warnt vor Abhängigkeit von Bio-Importen
Röhrig warnt: Ohne Änderungen würden die Bio-Produkte zunehmend aus dem Ausland kommen. „Damit entgehen bei uns vor Ort die mit Bio verbundenen Gemeinwohlleistungen und die Wertschöpfung – das ist das Gegenteil von Wirtschaftsförderung!“, kritisiert er.
Der Vorstand fordert die Koalitionsfraktionen auf, sie sollten ihr Versprechen zur Stärkung der Forschung für den Ökolandbau einlösen. Dies solle durch deutlich mehr Ressourcen für das Forschungsprogramm im Haushalt für 2026 geschehen.
Die Vorlage des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat für den Bundeshaushalt 2025 steht am heutigen Dienstag im Bundestag zur Debatte. Bund, Länder und EU streben Bio-Ziele von bis zu 40 Prozent an.
