Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Nordrhein-Westfalen erreicht. Ein Jäger fand im Kreis Olpe im Sauerland ein verendetes Wildschwein, bei dem das Friedrich-Loeffler-Institut das Virus nachgewiesen hat, wie das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium mitteilte.
„Oberstes Ziel ist es, eine Ausbreitung des lokalen Falls der ASP im Wildschweinebestand zu verhindern“, teilte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen mit. Die CDU-Politikerin forderte die Landwirte auf, die Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Hausschweinebestände besonders zu beachten.
Die ASP ist für Menschen und andere Haus- und Nutztiere ungefährlich. Für Haus- und Wildschweine endet eine Infektion mit dem Virus dagegen fast immer tödlich. Die Landwirte fürchten deshalb eine Ausbreitung der Seuche.
Die Krankheit trat 2014 erstmals in der Europäischen Union auf. In Deutschland bestätigten die Behörden seit dem Ausbruch der Seuche im Jahr 2020 mehrere Tausend Funde bei Wildschweinen in Brandenburg, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, wie der Deutsche Jagdverband berichtete.
