Klimawandel Streuobsternte geht zurück

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) rechnet 2023 mit einer schwachen Streuobsternte von rund 300.000 Tonnen. Im vergangenen Jahr lag die Prognose noch bei 500.000 Tonnen.

Mittwoch, 26. Juli 2023, 13:25 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: (c) Uli Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., www.uliregenscheit.de

Die aktuelle Prognose wurde auf Basis von Fruchtbehangschätzungen getroffen, die diese Woche abgeschlossen wurden.

„In den vergangenen Jahren wiederholen sich leider zunehmend schwache Apfelernten im Streuobstbereich, was für die heimischen Fruchtsafthersteller die Apfelsaftproduktion erschwert, da sie ihre Lagertanks in den vergangenen Jahren nicht ausreichend auffüllen konnten“, so VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger.

Generell sei der Bestand der Streuobstwiesen durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Durch die anhaltenden Hitzeperioden im Sommer und einem zunehmenden Wassermangel sind die Bäume geschwächt und anfälliger für Krankheiten. In einigen Gebieten ist der Grundwasserspiegel nach Angaben des Verbandes um ein bis zwei Meter gesunken. Zudem habe sich in den vergangenen Jahren der Beginn der Blüte um rund zwei Wochen vorverlagert, sodass die empfindlichen Blüten durch die kalten Nächte gefährdet waren. Diese Faktoren haben zusammen mit dem seit März nahezu permanent anhaltendem Wind zu einem verstärkten Abwurf von Früchten geführt.

Fruchtsafthersteller unterstützen den Streuobstanbau unter anderem durch Pflanzaktionen oder Aufpreis-Modelle, berichtet der Verband.

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