Mit der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit zum Insolvenzgeld sei für die kommenden drei Monate die Zahlung der Gehälter und Löhne gesichert, teilten das Unternehmen und der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der Pluta-Rechtsanwalts GmbH mit.
Das Unternehmen hatte wegen Liquiditätsproblemen in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag gestellt. Die Bundesagentur für Arbeit hatte zunächst die Zahlung von Insolvenzgeld verweigert. Diese Entscheidung sei nach intensiven Verhandlungen am Dienstag revidiert worden, hieß es. „Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt“, sagte Meyer.
Nun sollen Verhandlungen mit allen wichtigen Geschäftspartnern geführt werden, um möglichst schnell den Geschäftsbetrieb wieder hochfahren zu können. Mit der Zahlung des Insolvenzgeldes werde Zeit gewonnen, um Restrukturierungs- und Sanierungsoptionen zu prüfen und umzusetzen. „Wir werden alles daransetzen, den dauerhaften Erhalt des Unternehmens zu realisieren“, sagte Meyer.
Leysieffer produziert den eigenen Angaben zufolge hochwertige Confiserie-Erzeugnisse wie Schokoladen, Pralinen oder Fruchtaufstriche und betreibt an zwölf Standorten in Deutschland Cafés, Bistros und Ladenlokale. Erst im Frühjahr 2020 war der Traditionsbetrieb aus Osnabrück nach einem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung neu gestartet.