Fruchtsaftindustrie Shots und Smoothies sind stark nachgefragt

Der deutsche Fruchtsaftmarkt befindet sich im Wandel. Seit der Corona-Pandemie plagen ihn Absatzrückgänge in Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung. Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) vermeldet nun aber Positives. So waren Fruchtsaft-Spezialitäten beliebt.

Montag, 21. März 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: VdF

Besonders gefragt waren dabei im vergangenen Jahr Produkte, die einen gesundheitlichen Mehrwert bieten. Die Stärkung des Immunsystems war für viele Konsumenten ein Ziel, das sie mit Fruchtsäften leicht erreichen konnten, heißt es in einer Verbandsmitteilung. 

Unter dem Strich lag der Pro-Kopf-Konsum nach ersten Schätzungen des Fruchtsaftverbandes in 2021 bei 28,5 Litern. Ein Rückgang um 1,5 Liter, der durch die erwartete Erholung des Gastronomie- und des Außer-Haus-Marktes wieder ausgeglichen werden könnte. Ob es dazu kommt, hängt in erheblichem Maße von der Entwicklung der Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab, von denen derzeit kaum eine Branche verschont bleibt. Dazu Klaus-Jürgen Philipp, Präsident des VdF: „Was uns derzeit stark beunruhigt, sind zusätzlich zu den Energiekosten die steigenden Fracht- und Rohwarenpreise. Zudem nehmen die Engpässe bei Verpackungen aufgrund der gestörten Lieferketten zu.“

Die angespannte Situation im Bereich der Rohware und Frachten bietet aktuell wenig Planungssicherheit für 2022. So sind die Preise für Containerfrachten aus Asien, wichtigster Lieferant für Mango, Maracuja und Ananas, um 800 Prozent gestiegen, Container aus Südamerika um 400 Prozent. Auch die Rohware selbst wurde aufgrund schwacher Ernten und steigender Energiekosten bei der Verarbeitung erheblich teurer. Sorgen bereiten der Branche derzeit auch Lieferengpässe bei Verpackungen, die zum Teil gar nicht mehr verfügbar sind.

Die zum Teil exponentiellen Preissteigerungen entlang der Wertschöpfungskette müssen von der Fruchtsaftbranche getragen werden, können aber nicht immer im erforderlichen Maße an den Lebensmittelhandel weitergeben werden. 

Wie vielfältig der deutsche Fruchtsaftmarkt ist, zeigte sich im vergangenen Jahr auch verstärkt im Angebot hochwertiger Fruchtsaft-Spezialitäten, zu denen Verbraucher häufig gegriffen haben. Neue Innovationen von Shots bis hin zu Mischungen mit Zusatznutzen verhalfen dem Segment zu einer Steigerung des Marktanteils von 33,7 Prozent im Jahr 2020 auf 35,9 Prozent 2021. Auch Smoothies entwickeln sich innerhalb ihres Marktanteils mit einem Plus von 16,2 Prozent stark. Bio-Säfte runden die breite Angebotspalette ab. Hier konnte insbesondere Orangensaft in der Menge um 6,2 Prozent auf 24,3 Prozent zulegen.

 

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