Fleischbranche Bell Food liegt gut im Ergebnis

Die Bell Food Group erzielt im ersten Halbjahr 2021 eine deutliche Ergebnisverbesserung. Der bereinigte Warenumsatz stieg um 2,7 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro (2,1 Milliarden Franken). Hauptgrund sei das starke Kerngeschäft mit Fleisch und Fleischwaren im Heimatland Schweiz, so das Unternehmen. Auch die Entwicklung in Deutschland und Österreich verlief positiv.

Freitag, 13. August 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Bell Food Group

Positiv sei auch, dass der Erfolg nicht singulär sei, sondern dass alle Geschäftsbereiche gut gearbeitet hätten. „Unser breit aufgestelltes Geschäftsmodell hat sich auch während der Corona-Pandemie als äusserst robust erwiesen. Das vorliegende Halbjahresergebnis ist sehr erfreulich und bestätigt, dass wir mit unseren strategischen Stossrichtungen auf dem richtigen Weg sind“, sagt Lorenz Wyss, CEO der Bell Food Group.

Die Bell Food Group steigerte das bereinigte Halbjahresergebnis 2021 um plus 46,1 Prozent oder 14,86 Millionen Euro (16,1 Millionen Franken) auf 47,08 Millionen Euro (51 Millionen Franken). Dieses Gewinnwachstum sei einerseits durch die höhere Wertschöpfung aus dem veränderten Kunden- und Sortimentsmix entstanden, andererseits hätten sich die Fremdwährungen für die Bell Food Group positiv entwickelt, so Wyss weiter.

Das operative Geschäft war auch im ersten Halbjahr 2021 stark von der Corona-Pandemie geprägt. So wuchs der Retailkanal im Heimatmarkt Schweiz, getrieben durch die Auswirkungen des Lockdowns im Gastronomiebereich sowie den eingeschränkten Einkaufstourismus bis weit ins zweite Quartal weiter. Demgegenüber litten der Absatzkanal Food Service und die To-go-Sortimente sowohl in der Schweiz als auch in Europa. Gegen Ende des ersten Halbjahres zeichnete sich aufgrund der Lockerungen der Corona-Massnahmen eine Erholung der Food-Service- und Convenience-Sortimente ab. Dadurch konnte insbesondere der Geschäftsbereich Convenience wieder wachsen.

Auch im Geschäftsbereich Bell International konnte die positive Entwicklung weitergeführt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten insbesondere das erfreulich verlaufene Geflügelgeschäft in Österreich und Deutschland sowie die Bereiche Serranoschinken und Schinkenwürfel. Der Geschäftsbereich Convenience hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode erholt.

Daneben sei das Geschäft mit pflanzenbasierten Fleischalternativen in der Schweiz und in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 erneut stark gewachsen. Das Sortiment der in der Schweiz produzierten Marke „The Green Mountain“ wurde ausgebaut.

Die Bell Food Group geht davon aus, dass die sich seit dem zweiten Quartal 2021 abzeichnenden Normalisierungstendenzen in Bezug auf die Corona-Pandemie anhalten. CEO Lorenz Wyss geht davon aus, dass sich der Kunden- und Sortimentsmix wieder in Richtung Gastronomie und Industrie bewegt und dass sich der Schweizer Einkaufstourismus in der zweiten Jahreshälfte wieder dem Niveau von vor der Pandemie nähern wird. „In diesem Kontext wird der Geschäftsbereich Bell Schweiz den sehr starken Geschäftsgang nicht in gleichem Mass fortführen können“, sagt Lorenz Wyss. Insbesondere liessen sich die Auswirkungen des Einkaufstourismus nur schwer abschätzen.

Im Geschäftsbereich Bell International hingegen geht Wyss von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung auch im zweiten Halbjahr 2021 aus - vorausgesetzt, dass die Beschaffungspreise für Rohstoffe und Materialien sich wieder normalisierten. Für den Geschäftsbereich Convenience ist die Bell Food Group optimistisch, dass die anstehenden Öffnungsschritte dem Geschäftsgang weitere positive Impulse verleihen werden.

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