Tarifverhandlungen Streik legt Produktion bei Riesa lahm

Ein Streik hat am Dienstagnachmittag die Produktion der Teigwaren Riesa GmbH komplett lahmgelegt. Geschäftsführer Mike Hennig (Bild) bestätigte auf Nachfrage, dass die Arbeit bis Mittwochmorgen ruhen werde.

Mittwoch, 28. Juli 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Streik legt Produktion bei Riesa lahm
Bildquelle: Nudelcenter GmbH

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) begründete ihren Arbeitskampf damit, dass das Unternehmen frühestens ab dem Jahr 2022 über höhere Löhne verhandeln will. Nach Darstellung von Hennig gab es in diesem Jahr bereits eine Tarifangleichung von gut 4 Prozent. Man habe die Gewerkschaft mit Blick auf die Pandemie und die bisher noch nicht erzielte Einigung mit dem Handelsunternehmen Kaufland gebeten, mit den Verhandlungen noch zu warten. „Wir können noch nicht abschätzen, wohin die Reise geht“, sagte der Geschäftsführer.

„Wir sind verhandlungsbereit. Aber eine Nullrunde, wie das Unternehmen es will, verbietet sich. Wir wollen die Lohnlücke von über 700 Euro monatlich zu vergleichbaren Betrieben in Westdeutschland schließen. Über das wann und wie können wir reden. Das ist unser Signal“, erklärte Thomas Lißner, NGG-Geschäftsführer für Dresden-Chemnitz. Hennig stellte klar, dass geforderte Lohnerhöhung von durchschnittlich 788 Euro für das Unternehmen finanziell nicht zu leisten ist: „Dann müssten wir Insolvenz anmelden.“ Bei dem Nudelhersteller in Riesa arbeiten etwa 150 Beschäftigte. Der Betrieb ist eine Tochter des Teigwarenherstellers Alb-Gold aus Baden-Württemberg.

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