Nach wie vor besteht nach Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Infektionsrisiko mit der Geflügelpest. Das verdeutlichten die deutschland- und europaweiten Nachweise mit dem Erreger, teilte das Ministerium mit. In den vergangenen Monaten habe es bereits zehn Geflügelpest-Ausbrüche in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Erst am Mittwoch gab der Landkreis Nordwestmecklenburg einen Ausbruch in der Gemeinde Glasin bekannt, was die Tötung von rund 7.300 Puten erforderlich machte. Die Ausbrüche verteilen sich laut Ministerium über mehrere Landkreise. Bisher waren demnach sowohl kleine private Haltungen mit verschiedenen Geflügelarten als auch große Hühner- sowie Putenhaltungen betroffen. Zehntausende Tiere mussten getötet werden. Bei den Wildvögeln scheint sich die Lage etwas zu entspannen, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilte. Das gilt insbesondere an der Küste Schleswig-Holsteins, von der zum Ende 2020 hin ein massives Wildvogelsterben berichtet wurde. Dennoch sollten Halter weiterhin auf die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen achten. Generell wird davon ausgegangen, dass das Virus über Kontakte mit infizierten Wildvögeln in Geflügelhaltungen eingetragen wird. Dabei sind laut Ministerium nicht nur direkte, sondern auch indirekte Kontakte, wie die Verschleppung infektiösen Materials über Personen, Fahrzeuge, Futter oder Gerätschaften, von Bedeutung. Eine genaue Prognose könne derzeit nicht gegeben werden. Die weitere Entwicklung hänge etwa vom Wetter und dem Vogelzug ab. "Erfahrungen aus vergangenen Jahren haben gezeigt, dass das Geschehen bis ins Frühjahr anhalten kann", hieß es. Nach Einschätzung von Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sollten die Geflügelhalter im Land auf alles vorbereitet sein und bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen nicht nachlassen.
Geflügelpest Weiter keine Entwarnung in MV
Die Geflügelpest grassiert weiter in Mecklenburg-Vorpommern. Das zeigt auch ein neuerlicher Ausbruch. Laut Landwirtschaftsministerium könnten die Infektionen bis ins Frühjahr weitergehen.
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