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Knorr/Unilever Standort Heilbronn vor der Rettung

Lebensmittel Praxis | 17. Juni 2020
Knorr/Unilever: Standort Heilbronn vor der Rettung
Bildquelle: Hersteller, Hoppen (Komposition)

Die Gewürzmischungen und Tütensuppen aus dem Knorr-Werk in Heilbronn gehören in unzählige Haushalte – und doch stand das Werk zwischenzeitlich kurz vor dem Aus. Nun soll es für die nächsten zehn Jahre gesichert sein.

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Das im Januar ausgehandelte Eckpunktepapier zur Sicherung des traditionsreichen Knorr-Werks in Heilbronn soll nun offiziell abgesegnet werden. Nach einer Knorr-Betriebsversammlung am Dienstag wollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Mittwoch im Heilbronner Rathaus die Tarifverträge zur Sicherung des Standorts unterzeichnen.

Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever, zu der die Marke Knorr gehört, hatte im vergangenen Herbst angekündigt, dass in Heilbronn ein „radikaler Umbau„ nötig sei, um auf „große Kostenprobleme“ des Werks zu reagieren. Daraufhin war die Schließung der Fabrik befürchtet worden. Die sei jetzt vom Tisch, heißt es bei den Beteiligten.

„Was ich in dieser Zeit an Emotionen und Betroffenheit in der Region erfahren habe, war mehr als beeindruckend“, sagte Knorr-Betriebsrat Thilo Fischer der Deutschen Presse-Agentur am Tag vor dem Termin im Rathaus. Im Kampf um den Standort habe man gemerkt, welchen Stellenwert „der Knorr“ in Heilbronn und der Region habe.

Der ausgehandelte Kompromiss für die rund 500 Mitarbeiter sieht eine zehnjährige Standort- und Beschäftigungssicherung vor. Im Gegenzug sollen unter anderem die Lohnzuwächse der Beschäftigten künftig geringer ausfallen.