Laut Angaben der AMA konnten Waren im Wert von 12,3 Milliarden Euro exportiert werden. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entfallen acht Prozent der gesamten Waren- und Dienstleistungsexporte Österreichs auf Agrarwaren und Lebensmittel. Vor allem alkoholfreie Getränke, Tierfutter und Käse zählen zu den wichtigsten Agrarexporten. Aber auch Fleischzubereitungen, Rind- und Schweinefleisch sowie Milch- und Rahm sind bei den internationalen Abnehmern beliebt. Seit Österreichs Beitritt zur EU konnten die Ausfuhren der heimischen Exportklassiker um 600 Prozent gesteigert werden. Die bedeutensten Zielmärkte sind dabei besonders die Nachbarländer Deutschland und Italien. 2019 hat Österreich Lebensmittel und Agrarwaren im Wert von 4,4 Milliarden Euro nach Deutschland exportiert. Das entspricht einem Plus von 7,5 Prozent. Landwirtschaftliche Produkte spielen für den Deutschland-Export eine tragende Rolle. Fleisch und Fleischzubereitungen sowie Milch und Molkereiprodukte bilden die Spitze bei den Ausfuhren. Bei diesen Produktgruppen wurde 2019 auch mehr exportiert als importiert. Einen Exportzuwachs (plus acht Prozent) erreichte die größte Warengruppe der Fleischzubereitungen. Hier wird dreimal so viel von Österreich nach Deutschland verbracht wie umgekehrt. Auch die Export-Erfolgsgeschichte der österreichischen Käse wurde mit Deutschland-Exporten im Wert von 375 Millionen Euro fortgeschrieben. Das entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent. Während früher mehr Käse aus Deutschland importiert als exportiert wurde, hat sich die Entwicklung mit dem Jahr 2005 umgekehrt. Inzwischen übersteigen die Ausfuhren die Einfuhren deutlich. Ähnlich zeigt sich die Situation bei Geflügelfleisch. Hier erfolgte die Trendwende im Jahr 2015.
Agrar Markt Austria Österreichs Agrarexporte im Aufwind
Anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin zog die Agrar Markt Austria (AMA) auf einer Pressekonferenz für 2019 eine positive Bilanz, was die Ausfuhr von Agrarwaren und Lebensmitteln betrifft. (v.l.: Exportmanagerin Margret Zeiler, Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger und AMA-Marketing Chef Michael Blass)
Bildquelle: Jens Hertling
Das könnte Sie auch interessieren
Hersteller-Strategien
-
So entsteht...Räucherlachs in nur zwei Tagen – vom Frischfisch zum Feinkostprodukt -
HIT 2026Handelsbefragung – das sind die innovativsten Produkte und Marken im Lebensmittelhandel -
Ausbildungsexpertin im InterviewMut zur Andersartigkeit – wie Betriebe im Wettbewerb um Azubis auffallen -
AnzeigeMehr Volumen für Bioabfälle
Fleisch
Im Heft
Molkereiprodukte
-
Interview mit Marketingdirektor Benedikt Köck„Wir schaffen eine neue Kategorie“ – Ehrmann über Glow to go und Milktwist -
Milchmix-GetränkeDie Kategorie wandelt sich – etwa durch Kollagen im Kaffee -
Schweizer KäseAlpenflair in Hannover – wie Ruwisch und Zuck Thekenpersonal in einer Käsewelt schult -
Molkerei-CEO im Interview„Wir sind gut beraten, wenn wir Grundnahrungsmittel im eigenen Land produzieren“ – sagt der Chef der Molkerei Berchtesgadener Land
Nachhaltigkeit
-
Öko-InstitutNeue Studie untersucht Umweltbilanz von Tiefkühlkost -
DiscounterAlle Tee-Eigenmarken von Lidl sind nachhaltig -
Interview mit Michael Durach„Wir liegen bei 96 bis 98 Prozent Stromautarkie“ – so macht sich Develey resilient -
Erneuerbare EnergienEnergiepreise? Egal! Wie sich Handel und Industrie unabhängiger machen
Viel gelesen in Hersteller
-
SaisongebäckDas Weihnachtsgeschäft 2026 ist kaum kalkulierbar – so geht der Lambertz-Chef damit um -
Milchmix-GetränkeDie Kategorie wandelt sich – etwa durch Kollagen im Kaffee -
Interview mit Marketingdirektor Benedikt Köck„Wir schaffen eine neue Kategorie“ – Ehrmann über Glow to go und Milktwist -
So entsteht...Vom Schokotunker bis zur Röntgenkontrolle – der Weg eines Müsliriegels durch die Produktion