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Alkoholfreier Wein Kolonne Null ab jetzt bei Schlumberger

Lebensmittel Praxis | 17. Dezember 2019
Alkoholfreier Wein: Kolonne Null ab jetzt bei Schlumberger
Bildquelle: Kolonne Null

Nach seinem erfolgreichen Markteintritt übergibt das Start-up aus Berlin den Vertrieb an die Schlumberger Vertriebsgesellschaft. Seit mehr als einem halben Jahr stehen die entalkoholisierten Weine von Kolonne Null im Handel. 2019 knackten die Berliner die 100.000-Liter-Marke. 2020 will das Unternehmen zusammen mit Schlumberger im zweistelligen Bereich wachsen.

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Die Flaschen verkauft Kolonne Null in Filialen von Metro, Real und Edeka, an Bars und Restaurants sowie bei diversen Weinhändlern und im eigenen Onlineshop. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Schlumberger stehen die Vertriebswege Gastronomie und gehobener Handel im Fokus. Hinsichtlich Anpassungen in der Vertriebsstruktur sowie möglichen Sortimentsveränderungen wollen sich Kolonne Null und Schlumberger an den Bedürfnissen des Marktes orientieren. Eine Flasche mit 0,25 Litern kostet etwa 3,90 Euro.

Hergestellt werden die Produkte vereinfach gesagt, indem einem normal erzeugten Wein in einem weiteren Arbeitsdurchgang der Alkohol entzogen wird. Das Start-up Kolonne Null setzt auf das Vakuumdestillationsverfahren. Die Berliner erhitzen den Wein auf etwa 28 Grad Celsius. Der Alkohol verdampft.

Derzeit umfasst das Produktsortiment von Kolonne Null Riesling-Wein, Riesling-Sekt sowie Rosé-Sekt. Perspektivisch soll das Sortiment um einen zweiten Weißwein, zum Beispiel Grauburgunder, sowie um Rotweine erweitert werden. Das Thema Rotwein ist aufgrund von Bitterstoffen und Tanninen etwas komplexer. Kolonne Null forscht im eigenen Labor und arbeitet bereits im engen Austausch mit Winzern an der Entwicklung von Rotweinen.

Der Markt mit alkoholfreien Weinen wächst. So profitieren Traditionsmarken wie Black Tower, die wichtigste Marke im Markenweinportfolio der Kellerei Reh Kendermann aus Bingen von dem im Frühjahr 2018 eingeführten „Black Tower Low Alcohol“. Heute seien alle alkoholfreien Weine zu einem wichtigen Wachstumssegment, insbesondere im Export, geworden, teilte die Kellerei auf der diesjährigen Jahresabschluss-Konferenz mit.