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PCB-belastetes Geflügelfutter Immer mehr Höfe betroffen

Lebensmittel Praxis | 16. November 2018
PCB-belastetes Geflügelfutter: Immer mehr Höfe betroffen

Bildquelle: Reinhard Rosendahl

Bundesweit sind nach Behördenangaben mehr als 70 Geflügelbetriebe gesperrt: allein 41 in Nordrhein-Westfalen, 27 in Niedersachsen und jeweils einer in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Auch nach Hessen wurde das mit PCB belastete Hühnerfutter geliefert.

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Das belastete Futter stammt vom Futtermittelhersteller Agravis. Hunderte Tonnen davon seien in Umlauf gekommen, bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Münster und Hannover. In zwei Verladezellen war offensichtlich Lack abgeblättert und hatte das Futter verunreinigt. PCB (Polychlorierte Biphenyle) sind giftige Substanzen, die nur sehr schwer abbaubar seien.

Belastetes Mastgeflügel war nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) in Essen zunächst bei routinemäßigen Kontrollen in einem Schlachtbetrieb in Ostwestfalen festgestellt worden. Eine akute Gesundheitsgefahr gehe von den ermittelten Konzentrationen nicht aus, hieß es. Betroffenes Geflügel und Eier seien aus dem Verkehr gezogen worden, noch ehe sie in den Handel gelangten, sagte eine Sprecherin des Landesamts.