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Tierwohl Standardisierte Kritik

Lebensmittel Praxis | 03. September 2018
Tierwohl: Standardisierte Kritik

Bildquelle: GettyImages

Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützer dringen auf eine grundlegend strengere Kontrolle der Nutztierhaltung in der Landwirtschaft. Erkrankungen von Tieren müssten in einem bundesweiten betriebsgenauen Monitoring erfasst werden, forderten die Organisationen Foodwatch, Greenpeace und Vier Pfoten. Zudem sollten wiederholt sehr schlechte Zustände rechtliche Konsequenzen haben und gleichzeitig Betriebe mit einem hohem Maß an Tiergesundheit finanziell belohnt werden.

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Das von der Bundesregierung geplante Tierwohllabel für Fleisch greife viel zu kurz, kritisierten die Organisationen. In den Handel dürften insgesamt nur Produkte «tiergerecht» gehaltener, gesunder Tiere kommen. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) strebt an, dass ein staatliches Tierwohlkennzeichen mit drei Stufen bis 2020/2021 in die Supermärkte kommt. Es soll höhere Standards in Ställen anzeigen und eine «ambitionierte Einstiegsstufe mit eindeutigem Abstand zum gesetzlichen Mindeststandard» haben.