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Brauerei Rothaus Absatzdelle

Lebensmittel Praxis | 14. Mai 2018
Brauerei Rothaus: Absatzdelle

Bildquelle: Rothaus

Nach Einbußen im vergangenen Jahr hofft die Badische Staatsbrauerei Rothaus 2018 auf mehr Bierdurst wegen der Fußball-Weltmeisterschaft. 2017 hatte die landeseigene Brauerei – wie die gesamte Branche – weniger Bier verkauft als im Jahr zuvor, wie Vorstand Christian Rasch am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Grund sei das schlechte Wetter gewesen. Das laufende Jahre habe aber gut begonnen. Sei es warm und sonnig, werde mehr Bier getrunken. Hinzu komme die Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr als Absatztreiber.

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2017 setzte Rothaus 74,8 Millionen Euro um – nach 75,6 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) betrug 28,5 Millionen Euro. 2016 waren es 29,8 Millionen Euro. Nach Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwirtschaftete die 246 Mitarbeiter zählende Brauerei einen zweistelligen Millionengewinn. Absatz- und Ertragszahlen nennt Rothaus nicht. Dem Land als alleinigem Eigentümer hat Brauhaus den Angaben zufolge eine stabile Dividende überwiesen. Es gab eine Gewinnausschüttung für das vergangene Jahr in zweistelliger Millionenhöhe, wie Rasch sagte. Sie bewege sich auf dem Niveau der Vorjahre.

Trotz eines unverändert starken Konkurrenz- und Preisdrucks in der Branche rechnet Rasch im laufenden Jahr mit stabilen Geschäften. Vor allem große Braukonzerne sowie national und international agierende Marken setzten auf Preiskampf und Rabattaktionen. Das belaste den Markt. Die landeseigene Brauerei werde sich aber auch künftig an Rabattaktionen nicht beteiligen.

Der Trend gehe auch zu alkoholfreien Bieren sowie zu kleineren Verpackungseinheiten wie Sixpack, Vierer-Pack und Zehner-Kiste. Der höher werdende Anteil von Single-Haushalten, vor allem in Städten, sowie die älter werdende Gesellschaft seien Gründe dafür. Verbunden sei das jedoch mit höheren Produktionskosten.

Rothaus werde sich weiter auf Baden-Württemberg als Heimatmarkt konzentrieren, sagte Rasch. «90 Prozent unserer Geschäfte machen wir hier im Südwesten, nur 10 Prozent außerhalb.» Auch sämtliche Rohstoffe werde Rothaus weiter nur regional beziehen.