Damit sei allerdings keine Stilllegung von Maschinen und Anlagenteilen oder Abriss von Gebäuden verbunden, hieß es. Allerdings dürften nur noch maximal 120.000 anstatt der zuletzt 160.000 Tiere am Tag geschlachtet werden, ergänzte die zuständige Referentin im Landwirtschaftsministerium.
Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur hieß es, Wiesenhof habe die Entscheidung zur Kenntnis genommen und kündigte gleichzeitig Rechtsmittel gegen die Teilstilllegung an. Das Unternehmen hatte nach eigenem Bekunden die Produktionskapazität im vergangenen Jahr nach einem Großbrand in einem niedersächsischen Werk nach Niederlehme ausgelagert. Das Landesumweltamt sei über die Notsituation informiert gewesen. Dieser Schritt sei auch mit der Behörde abgestimmt worden, unterstrich eine Wiesenhof-Sprecherin.
Die Ministeriumsreferentin wies diese Darstellung zurück. Es sei schon vor einem Jahr eine Teilstilllegung angeschoben worden. Weil eine schnelle Entscheidung über einen Erweiterungsantrag von Wiesenhof nicht möglich sei, habe das Amt am 20. Juni die Teilstilllegung veranlasst, erklärte sie.
Wiesenhof Produktion soll zurückgefahren werden
Der Geflügelfleischhersteller Wiesenhof muss seine ausgeweitete Produktion in Niederlehme herunterfahren. "Es wurde angeordnet, dass der Betrieb auf die in der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zugelassene Schlachtkapazität zurückzuführen ist", erklärte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.
Bildquelle: Wiesenhof
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