„Wir haben 2016 durchschnittlich einen um fünf Prozent höheren Mehrwert pro Kg Milch unserer Genossenschaftsmitglieder geschaffen als unsere Wettbewerber. Dies zeigt, dass wir einen konkurrenzfähigen Milchpreis zahlen können und bestätigt unsere Anstrengungen, die Auswirkungen eines schwierigen globalen Markts für unsere Genossenschaftsmitglieder zu mindern. Das ändert nichts daran, dass 2016 ein sehr schwieriges Jahr für unsere Landwirte war. Dennoch ist ersichtlich, dass wir eine bessere Leistung erzielen als der Großteil der Wettbewerber auf dem Markt“, erläutert Natalie Knight (Foto), CFO von Arla Foods.
Trotz des insgesamt geringeren Milchangebots in 2016 hat Arla mehr als 340 Mio. Kg Milch aus dem Massengeschäft in die rentableren Verkaufskanäle des Einzelhandels und des Foodservices verlagert. „Unsere Marken erzielten gute Ergebnisse. Mit einem mengenbasierten Umsatzwachstum von 5,2 Prozent haben wir unsere Ziele klar übertroffen. Die Marke Puck ist der Leistungsträger. Dies ist auf eine herausragende Leistung im Nahen Osten und in Nordafrika zurückzuführen. Die Arla Marke verzeichnete ein starkes Wachstum. Ein wichtiger Grund dafür waren die Investitionen in innovative und spezialisierte Produktreihen, wie zum Beispiel Arla Naturals, Arla Lactofree, Arla Skyr und weitere eiweißreiche Produkte sowie Babynahrung, wie Arla Baby & Me“, so Peder Tuborgh. Europa ist Arlas wichtigster Geschäftsbereich. Im Jahr 2016 steuerte Europa 66 Prozent des Konzernumsatzes bei.
Arla Preisrückgang drückt Umsatz
Der Konzernumsatz von Arla ist 2016 um 6,8 Prozent auf 9,57 Mrd. Euro zurückgegangen (2015: 10,26 Mrd. Euro). Der Jahresüberschuss des Arla Konzerns wuchs im Jahr 2016 um 20,7 Prozent auf 356 Mio. Euro. Der Milchabnahmepreis 2016 ging gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent auf 30,9 Eurocent/kg (bei tatsächlichem Fett- und Eiweißgehalt, inklusive Nachzahlung und Konsolidierung) zurück (2015: 33,7 Eurocent/kg).
Bildquelle: Arla
Das könnte Sie auch interessieren
Hersteller-Strategien
-
So entsteht...Räucherlachs in nur zwei Tagen – vom Frischfisch zum Feinkostprodukt -
HIT 2026Handelsbefragung – das sind die innovativsten Produkte und Marken im Lebensmittelhandel -
Ausbildungsexpertin im InterviewMut zur Andersartigkeit – wie Betriebe im Wettbewerb um Azubis auffallen -
AnzeigeMehr Volumen für Bioabfälle
Fleisch
Im Heft
Molkereiprodukte
-
Interview mit Marketingdirektor Benedikt Köck„Wir schaffen eine neue Kategorie“ – Ehrmann über Glow to go und Milktwist -
Milchmix-GetränkeDie Kategorie wandelt sich – etwa durch Kollagen im Kaffee -
Schweizer KäseAlpenflair in Hannover – wie Ruwisch und Zuck Thekenpersonal in einer Käsewelt schult -
Molkerei-CEO im Interview„Wir sind gut beraten, wenn wir Grundnahrungsmittel im eigenen Land produzieren“ – sagt der Chef der Molkerei Berchtesgadener Land
Nachhaltigkeit
-
Interview mit Michael Durach„Wir liegen bei 96 bis 98 Prozent Stromautarkie“ – so macht sich Develey resilient -
Erneuerbare EnergienEnergiepreise? Egal! Wie sich Handel und Industrie unabhängiger machen -
EmpCo-RichtlinieWirtschaftsprüfer warnen vor Rechtsunsicherheit bei Nachhaltigkeit -
EmpCo-RichtlinieAgrarmarketingverbände sehen große Verunsicherung
Viel gelesen in Hersteller
-
FleischproduktionDeutsche Schlachtbetriebe produzieren weniger Fleisch -
HerbstaktionenBlau-weiß verkauft – wie Händler mit Oktoberfest-Stimmung Kaufimpulse schaffen -
FleischbrancheLösungen für Betriebe nach Geestferkel-Insolvenz in Arbeit -
HerbstaktionenDisplays statt Preisrabatte – so schöpfen Händler das Halloween-Potenzial aus