Der Marktanteil von fairem Kakao stieg 2016 auf 6 Prozent. Das Wachstum gehe maßgeblich auf das Fairtrade-Kakaoprogramm zurück, meldet Trans-Fair. Die größten Partner des Programms waren im vergangenen Jahr Ferrero und Lidl.
Bei dem Programm geht es in erster Linie um den Rohstoffeinkauf und nicht wie bisher um die Zertifizierung von Endprodukten, z. B. einer Tafel Schokolade, mit dem Fairtrade-Siegel. Über das Fairtrade-Kakaoprogramm können Unternehmen entweder den gesamten Kakao für die Produktion ihrer Schokoriegel, Kuchen oder Kekse bei zertifizierten Produzenten einkaufen oder sich alternativ dazu verpflichten, einen bestimmten Anteil ihres gesamten Kakaos von Fairtrade-Kooperativen zu beziehen (z. B. 10 Prozent, 30 Prozent oder sogar 100 Prozent der eingesetzten Kakaomenge).
Lesen Sie mehr über die Weiterentwicklung der Kennzeichnung sowie die Bedeutung von Regionalität und die Kommunikation im Handel für Fairtrade Deutschland. Hier geht’s zum LP-Interview mit Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Trans-Fair.
Fairtrade Steigende Kakao-Absätze dank Marken
Im vergangenen Jahr kauften Süßwaren-Hersteller knapp 27.000 t fair gehandelten Kakao ein, dies entspricht einer Verdoppelung der Fairtrade-Kakao-Absätze. 2017 dürfte das dynamische Wachstum anhalten: Weitere Partner, darunter Markenhersteller wie Halloren, Ritter und Lambertz, haben sich verpflichtet, Kakao nach Fairtrade-Standards einzukaufen.
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