VLOG-Zahlen Markt für gentechnikfreie Produkte wächst auf über 18 Milliarden Euro

Rund 18,1 Milliarden Euro wurden 2025 in Deutschland für „Ohne Gentechnik“-Lebensmittel ausgegeben, über eine Milliarde Euro mehr als 2024. Darüber informiert der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).

Freitag, 27. März 2026, 11:25 Uhr
Thomas Klaus
Das „Ohne Gentechnik“-Siegel ist inzwischen für viele Verbraucher wichtig, wie die Umsatzentwicklung entsprechender Produkte zeigt. Bildquelle: Concept Photography Berlin

Kurz vor der anstehenden EU-Gentechnik-Deregulierung betrug das Umsatzplus der Produkte mit dem grünen „Ohne Gentechnik“-Siegel im Jahr 2025 rund 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rund 18,1 Milliarden Euro wurden 2025 in Deutschland für „Ohne Gentechnik“-Lebensmittel ausgegeben, über eine Milliarde mehr als 2024. Das hat der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik mitgeteilt.

Siegel-Bedeutung könnte bald wachsen

Überdurchschnittlich war die Umsatzsteigerung mit 14,6 Prozent bei Geflügelfleisch und mit 9,3 Prozent bei Eiern. Den größten Anteil an „Ohne Gentechnik“-Produkten machen mit 66 Prozent nach wie vor Molkereiprodukte aus, gefolgt von Geflügelfleisch mit 22,7 Prozent und Eiern mit 9,9 Prozent Umsatzanteil.

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„Die erfreulichen Zahlen zeigen: ‚Ohne GenTechnik‘ ist und bleibt ein solides Erfolgsmodell, das weiter wächst“, kommentiert VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting. „Durch die bevorstehende weitgehende Abschaffung der gesetzlichen Pflichtkennzeichnung für Gentechnik in Lebensmitteln dürfte die Bedeutung von ‚Ohne Gentechnik‘ nochmal deutlich zunehmen. Wer in Zukunft noch sicher sein will, dass sein Essen ohne Gentechnik hergestellt wurde, wird das nur noch am ‚Ohne Gentechnik‘- oder Bio-Siegel erkennen können.“ Dadurch werde das Siegel in viel mehr Bereichen als bisher relevant sein, auch bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Kartoffeln und anderem Gemüse sowie daraus hergestellten Produkten.

Ohne-Gentechnik-Markt fast gleichauf mit Bio-Markt

Hissting sagte weiter: „Für ‚Ohne Gentechnik‘ ist genauso wie für Bio ganz klar, dass auch keine ,Neue Gentechnik‘ eingesetzt wird. Um das weiterhin gewährleisten zu können, brauchen wir jetzt praktikable Koexistenz-Regeln.“

Im Rahmen der anstehenden EU-Deregulierung für neue gentechnische Verfahren soll unter anderem die bisherige Gentechnik-Kennzeichnungspflicht in der Zutatenliste für die meisten neuen Gentechnik-Produkte abgeschafft werden. Die noch ausstehende endgültige Zustimmung des Europaparlaments ist für Ende Mai 2026 terminiert und gilt als sehr wahrscheinlich.

Der „Ohne Gentechnik“-Markt liegt weiterhin fast exakt gleichauf mit Bio-Markt, der 2025 um 6,7 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro gewachsen ist. Auch bei Bio-Lebensmitteln ist der Einsatz von Gentechnik grundsätzlich ausgeschlossen. Beide Sektoren zusammen stehen also mittlerweile für einen gentechnikfreien Lebensmittelumsatz von über 36 Milliarden Euro.

Die charakteristische grüne „Ohne Gentechnik“-Raute wurde 2009 von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) als staatliches Siegel ins Leben gerufen. Um Vergabe und Kontrolle des Siegels kümmert sich der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik. 

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