Die Schwarz-Gruppe will ihre Beteiligung am Heidelberger Unternehmen Aleph Alpha ausbauen. Die Unternehmen der Lidl-Mutter planen, die Anteile des Wagniskapitalgebers Bosch Ventures zu übernehmen, wie die Schwarz-Gruppe mitteilte. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Mit dem Schritt will die Schwarz-Gruppe ihre Position als Ankerinvestor bei Aleph Alpha ausbauen. Das Unternehmen entwickelt Künstliche Intelligenz nach europäischen Datenschutzstandards. Die Schwarz-Gruppe setzt die Technologie von Aleph Alpha nach eigenen Angaben bereits in verschiedenen Bereichen ein, etwa bei der Vertragserstellung, beim Screening von Gesetzestexten und zum Vergleich von Vertragsunterlagen.
„Jede Organisation verfügt über hochspezialisiertes Fachwissen in Form von Daten, das sie auf keinen Fall aus der Hand geben sollte“, zitierte die Schwarz-Gruppe Christian Müller, Co-Chef der Konzerntochter Schwarz Digits, in der Mitteilung. „Damit wir trotzdem den Produktivitäts-Booster ‚Künstliche Intelligenz’ nutzen können, setzen wir bei sensiblen Themen auf Aleph Alpha.“ Als deutsches Unternehmen unterliege Aleph Alpha deutschem Recht, ohne Kompromisse.
Schwarz Digits setzt auf deutsches Recht
Rolf Schumann, ebenfalls Co-Chef von Schwarz Digits, betonte den Angaben zufolge die Bedeutung deutscher Anbieter von Künstlicher Intelligenz. „Wir brauchen starke deutsche KI-Player, sonst riskieren wir unsere wirtschaftliche Kraft und damit unseren Wohlstand“, zitierte die Schwarz-Gruppe Schumann in der Mitteilung. Vielversprechende Unternehmen müssten mit Aufträgen und Investitionen unterstützt werden.
Die Schwarz-Gruppe nutzt Künstliche Intelligenz den Angaben zufolge in allen Bereichen, von der Verwaltung über Handelsprozesse bis zur Produktion von Lebensmitteln und im Recycling. Das Unternehmen arbeitet daran, komplexe Arbeitsabläufe in sensiblen Umgebungen durch Agenten zu automatisieren und Fachwissen leicht zugänglich zu machen.

