Grüne Woche Neues Siegel kennzeichnet deutsche Rohstoffe in Mischprodukten

Die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft führt ein Rohstoff-Zeichen für verarbeitete Produkte ein. Hersteller können damit die deutsche Herkunft einzelner Zutaten ausloben. Das bisherige Zeichen galt nur für unverarbeitete Produkte.

Mittwoch, 21. Januar 2026, 10:50 Uhr
Theresa Kalmer
Zufriedene Gesichter bei den beteiligten Unternehmen und Verbänden (von links): Nico Wolff, Geschäftsführer der Spreenhagener Vermehrungsbetriebe für Legehennen, Michael Schulze Kalthoff, Mitglied des Vorstands der Westfleisch SCE, Björn Fromm, Präsident des BVLH, Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des DRV, Hans Peter Goldnick, Präsident des ZDG, Peter Jürgens, Geschäftsführer der ZKHL, Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer des BVEO. Bildquelle: Deutscher Raiffeisenverband e. V.

Die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft hat ein neues Kennzeichen für Mischprodukte eingeführt. Mit dem sogenannten Rohstoff-Zeichen können Hersteller ab sofort die deutsche Herkunft landwirtschaftlicher Rohstoffe in verarbeiteten Produkten ausloben. Dies teilte die Organisation auf der Grünen Woche in Berlin mit.

Auf der Grünen Woche 2026 hat die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft e. V. (ZKHL) gemeinsam mit dem Bundesverband der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e. V. (BVEO) und dem Deutschen Raiffeisenverband e. V. (DRV) die Entwicklung des Herkunftskennzeichens Deutschland beleuchtet und ein neues Rohstoff-Zeichen vorgestellt. Mit dem Rohstoff-Zeichen ist es ab sofort möglich, in Mischprodukten die deutsche Herkunft der landwirtschaftlichen Rohstoffe auszuloben. Das stellt eine deutliche Erweiterung der Auszeichnungsmöglichkeiten gegenüber dem bisher allein verfügbaren Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“ dar.

Das neue Zeichen ergänzt das bereits seit 2024 bestehende Herkunftskennzeichen „Gutes aus deutscher Landwirtschaft“. Während das bisherige Zeichen nur für unverarbeitete Produkte genutzt werden konnte, erlaubt das Rohstoff-Zeichen nun die Kennzeichnung von Produkten mit mehreren Zutaten. Auf einem Kartoffelsalat kann beispielsweise mit dem Text „Kartoffeln aus deutscher Landwirtschaft“ die deutsche Herkunft der Hauptzutat angezeigt werden, wie die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft erklärte.

Gleichzeitig erweiterte die Organisation die Produktgruppen, auf denen beide Zeichen genutzt werden können. Neben den bisherigen Kategorien können nun auch Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Zucker, Fruchtsaft, Honig sowie Pflanzen und Blumen mit den Herkunftskennzeichen ausgelobt werden. Peter Jürgens, Geschäftsführer der Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft, erklärte dazu: „Mit Einführung eines weiteren Zeichens ‚Rohstoff aus deutscher Landwirtschaft’ können jetzt landwirtschaftliche Rohstoffe mit deutscher Herkunft in vielen gemischten und verarbeiteten Produkten sichtbar gemacht werden.“

Raiffeisenverband sieht Chance für Industrie

Die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft stellte das neue Zeichen gemeinsam mit dem Bundesverband der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse und dem Deutschen Raiffeisenverband vor. An einer Podiumsdiskussion nahmen unter anderem Michael Schulze Kalthoff vom Vorstand der Westfleisch, Hans Peter Goldnick, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, und Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands, teil.

Franz-Josef Holzenkamp sieht nach Angaben der Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft eine große Chance für die weiterverarbeitende Industrie, deutsche Agrarrohstoffe in verarbeiteten Produkten sichtbar zu machen. Björn Fromm, Präsident des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, betonte den Angaben zufolge, dass die einheitliche Kennzeichnung der deutschen Agrarprodukte im teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel erfolgreich eingeführt wurde und bereits nach kurzer Zeit eine breite Sichtbarkeit erreicht hat.

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