Unangemeldet Zwischen Bahnsteig und Wohnquartier – was der Aldi in Münster-Hiltrup bei Tempo und Service richtig macht

Hintergrund

Hier zeigt die LP die ganze Vielfalt des Lebensmittelhandels: EinZufallsgenerator wählt für jede Ausgabe einen Markt aus – den die Redaktion anschließend inkognito besucht. Diesmal: Aldi Nord in Münster-Hiltrup.

Mittwoch, 04. März 2026, 07:40 Uhr
Manuel Glasfort
Der Aldi wurde vor zwei Jahren modernisiert. Bildquelle: Manuel Glasfort

Dieses Mal statten wir der Filiale von Aldi Nord am Bahnhof von Hiltrup einen Besuch ab, einem Stadtteil in Münsters Süden. Attraktiv ist die Lage nicht nur aufgrund der Zugreisenden, die sich auf dem Weg zum Bahnhof noch mit einer Kleinigkeit versorgen. In direkter Nachbarschaft befinden sich ein Edeka und eine Apotheke, außerdem ein Haushaltswarengeschäft. Die Kundschaft aus den angrenzenden Wohnquartieren kann damit einen Großteil ihrer Einkaufsbedürfnisse an einem Ort decken. Erst vor zwei Jahren hat Aldi die Filiale modernisiert und vergrößert. Die Verkaufsfläche wuchs von 765 auf jetzt 1.132 Quadratmeter.

Stimmung 

An diesem späten Freitagnachmittag herrscht rege Betriebsamkeit beim Aldi am Hiltruper Bahnhof. Parkplätze sind knapp und so müssen Kunden mit Auto mitunter etwas Geduld mitbringen. Entsprechend viel ist auch in den Gängen zwischen den Regalen los. Mancher Elternteil mit Nachwuchs will sich vor dem Wochenende noch mit Lebensmitteln eindecken. Dennoch herrscht im Aldi auch an diesem Nachmittag für die Kunden keine sonderlich stressige Atmosphäre, die relativ großzügigen Gänge machen’s möglich. Angenehm fällt auf, dass Tageslicht nicht nur von vorne, sondern auch durch Fenster an der linken Seite in die Filiale fällt. Der hohen Frequenz entsprechend sind beim Besuch alle drei Kassen besetzt, sodass sich keine langen Schlangen bilden und die Kunden die Filiale vergleichsweise schnell mit ihren Einkäufen verlassen können – nicht ohne von der Kassenkraft freundlich verabschiedet zu werden.

Sortiment 

Der Hiltruper Aldi bietet neben dem discountertypischen, von Eigenmarken dominierten Sortiment auch relativ viele Markenprodukte. Insbesondere im Süßwarenbereich finden sich bekannte Herstellermarken wie Milka, Snickers oder auch Ferrero-Produkte. Auch in den Kühlregalen gibt es Markenware, beispielsweise Desserts von Mövenpick oder Teigwaren von Hilcona. Im TK-Bereich gehört Pizza von Dr. Oetker zum Sortiment. Neben dem in allen Aldi-Nord-Filialen zu findenden Basis-Sortiment und den wechselnden Nonfood-Produkten in den mittleren Gängen bietet auch der Hiltruper Aldi Produkte aus der Region, zum Teil aus Kooperation mit Handwerksbetrieben: An der Backstation finden die Kunden Backwaren der Münsteraner Bäckerei Krimphove. Apropos Backstation: Die meisten Fächer für Süßgebäck sind an diesem späten Freitagnachmittag bereits leer gekauft – zu dieser Tageszeit wenig verwunderlich. Auch beim Obst und Gemüse tun sich teilweise größere Lücken auf.

Sauberkeit 

Die Sauberkeit in der Aldi-Filiale lässt am Besuchstag stellenweise zu wünschen übrig. In der Obst- und Gemüseabteilung direkt hinter dem Eingang ist der Boden sichtbar verschmutzt. In einem anderen Gang liegen lose Haferflocken auf dem Boden. Auch in manchen Regalen sieht es etwas wild aus, allerdings nicht schlimmer, als man es angesichts des Kundenandrangs erwarten würde. Insgesamt sind Sauberkeit und Ordnung nicht mehr als durchschnittlich.