Thüringen fördert den Einzelhandel bei der Digitalisierung mit knapp 300.000 Euro. Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert übergab einen Förderbescheid über 295.800 Euro an eine Tochtergesellschaft des Handelsverbandes Thüringen, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Mit dem Geld finanziert das Land bis Ende 2028 zwei Digitalcoaches, die Händler bei ihrem Online-Auftritt unterstützen sollen. Die Tochtergesellschaft des Handelsverbandes steuert weitere 44.200 Euro bei.
Die beiden Coaches sollen Einzelhändler von der Bedarfsanalyse über die Konzepterstellung bis zur Umsetzung einer Online-Strategie beraten und begleiten. Ein digitaler Auftritt sei heute unabdingbar, um im Wettbewerb bestehen zu können, erklärte Suckert laut der Mitteilung. Gerade kleinere Unternehmen hätten oftmals noch keine passende Digitalisierungsstrategie gefunden und benötigten deshalb Unterstützung.
Mehr Digitalisierung im Freistaat Thüringen
Bereits seit dem vergangenen Jahr stand den Händlern im Freistaat ein Digitalcoach zur Seite. Das Land förderte das Projekt 2024 und 2025 mit 112.500 Euro. Nach Angaben des Ministeriums konnten Sichtbarkeit, Reichweite und Verkaufszahlen in den bearbeiteten Fällen deutlich gesteigert werden. Die Online-Auffindbarkeit über Google, Social Media und verschiedene Webseiten habe sich deutlich verbessert.
Künftig sollen auch neue Themen in die Beratung einfließen. Einer der beiden Coaches werde sich im kommenden Jahr zum KI-Trainer weiterqualifizieren, teilte das Ministerium mit. Er stehe dann spätestens ab 2027 bereit, um die Betriebe beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu unterstützen. Dies gelte nicht nur für den Online-Handel, sondern auch direkt für das Ladengeschäft – etwa durch digitale interaktive Verkaufsassistenten.
