Der Edeka-Verbund will ab Ende 2030 in seinen Eigenmarken nur noch Geflügelfleisch aus höheren Haltungsformen anbieten. Dies teilte die Albert Schweitzer Stiftung mit. Die Handelskette und die Tierschutzorganisation haben sich nach monatelangen öffentlichen Debatten auf einen Fünf-Punkte-Plan für mehr Tierschutz verständigt.
Kriterien für Masthühner und Puten weiter entwickeln
Der Plan sieht vor, dass Edeka künftig ausschließlich Geflügelfleisch aus den Haltungsformen 3, 4 und 5 in die Eigenmarken aufnimmt. Dies hänge allerdings von entsprechenden Warenverfügbarkeiten ab, wie die Stiftung berichtete. Zudem will der Handelskonzern nur noch langsamer wachsende Geflügelrassen einsetzen. Dabei orientiert sich Edeka an einer Positivliste, die Parameter zu Tierwohl und Tiergesundheit festlegt.
Edeka verpflichtet sich nach Angaben der Stiftung außerdem, die Kriterien der Haltungsform für Masthühner und Puten wissenschaftsbasiert weiterzuentwickeln.
Klosterhalfen: Freude über Verständigung mit Edeka
Bis Ende 2027 will der Handelskonzern bei seinen Lieferanten zudem ausschließlich die mehrstufige CO₂-Betäubung einsetzen. Fast alle Geflügelbetriebe, die Edeka beliefern, hätten bereits auf diese Betäubungsmethode umgestellt.
„Ich freue mich über die Verständigung mit Edeka und auf den regelmäßigen Austausch, den wir miteinander führen werden, um den Tierschutz in Deutschland weiter voranzubringen“, zitierte die Stiftung ihren Präsidenten Mahi Klosterhalfen. Der Handelskonzern will – dies ist der fünfte Punkt – künftig regelmäßig über seine Fortschritte auf dem Weg zu höheren Haltungsformen berichten.
