Konsumverhalten Deutsche wollen mehrheitlich ihre Ausgaben kürzen

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen will ihre Ausgaben reduzieren. Besonders bei Restaurantbesuchen und Reisen möchten sie sparen. Das zeigt die Studie „Teambank-Liquiditätsbarometer“.

Donnerstag, 09. Oktober 2025, 11:44 Uhr
Thomas Klaus
Steigende Kosten zwingen Konsumenten zum Sparen: Die Ausgabebereitschaft der Verbraucher sinkt. Bildquelle: Getty Images

Die Deutschen wollen angesichts steigender Preise ihre Ausgaben reduzieren. Dies geht aus der repräsentativen Studie „Teambank-Liquiditätsbarometer“ der Teambank hervor. Demnach wollen 70 Prozent der Bundesbürger ursprünglich geplante Ausgaben kürzen oder ganz darauf verzichten.

Besonders bei Jüngeren steigt die Sparneigung

Besonders bei Restaurantbesuchen und Reisen möchten die Deutschen sparen. 35 Prozent der Befragten gaben an, bei Restaurantbesuchen den Rotstift anzusetzen. Im Bereich Reisen planen 22 Prozent Kürzungen. Konkret beabsichtigen 28 Prozent, weniger als 1.000 Euro für Urlaub auszugeben, während 19 Prozent gänzlich auf Urlaub verzichten wollen.

Die Sparneigung ist laut der Studie im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 68 Prozent der Befragten möchten in den kommenden zwölf Monaten Rücklagen für besondere Anschaffungen bilden. Dies entspricht einem Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber Juli 2024. Besonders ausgeprägt ist der Trend zum Sparen bei den unter 50-Jährigen. In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen stieg die Sparabsicht um zehn Prozentpunkte.

Teambank beobachtet zunehmenden Liquiditätsverlust

Als Grund für die erhöhte Sparneigung nennt die Studie einen zunehmenden Liquiditätsverlust. Bei 35 Prozent der Befragten haben sich die frei verfügbaren Mittel in den vergangenen zwölf Monaten verringert. Dies sind fünf Prozentpunkte mehr als im Juli 2024. Besonders stark betroffen sind die unter 30-Jährigen. 27 Prozent von ihnen haben aktuell weniger Geld zur Verfügung als noch vor einem Jahr – ein Anstieg um elf Prozentpunkte gegenüber Juli 2024.

Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der Teambank, führt die Liquiditätsverluste auf Reallohneinbußen zurück. „Eine Finanzierung kann dabei helfen, wichtige Vorhaben dennoch zu verwirklichen“, so Polenz. Er betont jedoch: „Entscheidend ist, dass die Kreditsumme verantwortungsvoll auf die individuellen finanziellen Möglichkeiten abgestimmt ist.“

Die Studie „TeamBank-Liquiditätsbarometer“ untersucht seit 2013 Liquidität und Konsumverhalten der deutschen Bevölkerung. Für die aktuelle Erhebung befragte das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der TeamBank von Februar bis März 2025 online 3.050 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren.

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