Aldi Süd reagiert auf die Kritik von Tierschützern wegen problematischer Praktiken in Zuchtbetrieben im Ausland. Tierschützer erheben Vorwürfe gegen Aldi Süd. Der Discounter will die Tierschutzstandards in der Garnelenproduktion verbessern und die Praxis der Augenstielablation (Abschneiden der Augen) bei Garnelen bis spätestens 2031 in der gesamten Lieferkette abschaffen. Das hat der Discounter auf Anfrage der Lebensmittel Praxis versichert.
Zertifizierungsstellen mit besonderer Rolle
Konkret plant Aldi Süd: Die Augenstielablation bei der Weißen Tigergarnele soll bis Ende 2030 und bei der Schwarzen Tigergarnele bis Ende 2031 beendet werden. Dabei stützt sich der Discounter auf die anerkannten Zertifizierungsstellen, bei denen er Mitglied ist.
„Zertifizierungsstellen spielen dabei eine besondere Rolle, indem sie Anreize für Landwirte schaffen, Veränderungen auf Betriebsebene zu unterstützen“, teilte Aldi Süd mit. Das Unternehmen setzt nach eigener Darstellung auf Zertifizierungen als treibende Kraft für Verbesserungen im Tierschutz der globalen Aquakulturindustrie.
Bezug ausschließlich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen
Der Discounter verpflichtete sich zudem, Fisch und Meeresfrüchte ausschließlich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen zu beziehen. Lieferanten müssen nach Standards zertifiziert sein, die die Global Sustainable Seafood Initiative anerkennt. Dazu gehören unter anderem Zertifizierungen wie Aquaculture Stewardship Council, Best Aquaculture Practices und Global G.A.P.
Aldi Süd betonte gegenüber der LP außerdem: Es werde mit Lieferanten und Zertifizierungsstellen zusammengearbeitet, um wissenschaftliche Leitlinien zum elektrischen Betäuben von Garnelen zu prüfen und umzusetzen. Mit diesem Ansatz will das Unternehmen nach eigenen Angaben höhere globale Standards etablieren und nachhaltige Veränderungen in der gesamten Branche bewirken.
