Der Markt für Nikotinbeutel in Deutschland wächst weiter stark. Im Jahr 2024 stieg er um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Nicotine Pouch Report 2025 zeigt. Der Online-Händler Haypp veröffentlicht diesen Bericht jährlich in Zusammenarbeit mit The Northernerc, einer Online-Handelsplattform für rauchfreie Nikotinprodukte.
Wachstum aus verschiedenen Gründen
Immer mehr Raucher wechseln zu Nikotinbeuteln, so Haypp. Fast zwei Drittel der Nutzer (61 Prozent) kommen demnach vom Tabak zum Beutel. 47 Prozent verwenden Nikotinbeutel, um mit dem Rauchen aufzuhören. Auch E-Zigaretten (35 Prozent) und Snus (25 Prozent) ersetzen Nutzer durch Nikotinbeutel.
Online-Verfügbarkeit, Diskretion der Anbieter und zunehmendes Interesse an rauchfreien Alternativen treiben das Wachstum an. 94 Prozent der ehemaligen Raucher fühlen sich nach dem Umstieg besser, so der Bericht. Verbraucher nehmen Nikotinbeutel als deutlich weniger schädlich wahr als Zigaretten. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten Nutzer das Risiko von Nikotinbeuteln mit 4,8 und das von Zigaretten mit 8,9.
Bayern führt bei Nikotinbeutel-Konsum
Der Bericht zeigt regionale Unterschiede im Konsum. Bayern führt mit einer Pro-Kopf-Kaufquote von 204 Prozent des Bundesdurchschnitts. Die niedrigsten Raten verzeichnen Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Im Jugendschutz schneidet der Onlinehandel besser ab als der stationäre Handel. Drei von vier Käufern durchlaufen im Internet eine Altersprüfung. Im stationären Handel kontrollieren Verkäufer nicht einmal jeden Zweiten (46 Prozent), heißt es in dem Bericht. Nur 9 Prozent der Nutzer begannen den Konsum vor ihrem 18. Lebensjahr.
Stärke (70 Prozent), Preis (63 Prozent) und Geschmack (50 Prozent) sind die wichtigsten Kaufkriterien für Nikotinbeutel. Bei den Geschmacksrichtungen dominiert Minze: 82 Prozent aller 2024 verkauften Dosen enthielten diese Note.
