Vom 12. September bis zum 26. September läuft die Faire Woche. Veranstalter der Fairen Woche ist das Forum Fairer Handel in Kooperation mit Fairtrade Deutschland und dem Weltladen-Dachverband. Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, Schirmherrin der Fairen Woche, erklärt: „Der Faire Handel ist ein lebendiges Beispiel für die Kraft der Vielfalt – einer Vielfalt, die nicht nur die faire Handelsbewegung umfasst, sondern auch die biologische Vielfalt der Erde schützt.“
Fairer Handel verbindet Menschen in 70 Ländern
In über 70 Ländern verbindet der Faire Handel Menschen, die sich mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Entlang der Lieferketten sind unterschiedlichste Akteure vernetzt – von Produzenten fair gehandelter Erzeugnisse über weiterverarbeitende Unternehmen und den Handel bis hin zu Fairen Kitas, Schulen und Kommunen.
„Vielfalt heißt für mich, Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu respektieren – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Perspektive“, erklärt Nadeesha Madushani aus Sri Lanka. Sie ist Produktentwicklerin beim Fair-Handels-Unternehmen Selyn Fair Trade und wird im Rahmen der Fairen Woche bei verschiedenen Veranstaltungen in Deutschland berichten, was Vielfalt für ihr Unternehmen in der Praxis bedeutet. „Vielfalt bereichert – sie bringt neue Ideen, Erfahrungen und Sichtweisen, die sowohl Gemeinschaften als auch Arbeitsplätze stärken“, fasst Madushani den Wert von Vielfalt zusammen.
Vielfalt in vielerlei Hinsicht bedroht
Doch Vielfalt sei in vielerlei Hinsicht bedroht. „Vieles, für das sich der Faire Handel seit vielen Jahren engagiert, steht momentan unter großem Druck. Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt stoßen bei Populisten auf Widerstand. Weltweit gibt es hier einen Backlash, hart erkämpfte Rechte und Errungenschaften werden an vielen Stellen zurückgeschraubt“, warnt Bundesministerin Radovan.
Nach Auffassung der Veranstalter der Fairen Woche schreitet der Verlust von Tier- und Pflanzenarten rasant voran. Die Marktmacht großer Konzerne wachse und gefährde kleinere Anbieter, während nationalistische Tendenzen weltweit die gesellschaftliche Vielfalt bedrohten. Die Faire Woche bietet aus Veranstalter-Sicht viele Anknüpfungspunkte, Vielfalt zu bewahren und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Faire Woche vom Bund gefördert
Die Faire Woche wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durch Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes sowie durch das katholische Entwicklungshilswerk Misereor. Außerdem profitiert die Faire Woche von der finanziellen, fachlichen und ideellen Unterstützung durch die Mitglieder des Forums Fairer Handel.
