Corona-Enquete-Kommission Handelsverband fordert Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen

Der Handelsverband Deutschland verlangt eine umfassende Untersuchung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Politik für den Einzelhandel. Die Ladenschließungen bezeichnet HDE-Chef Stefan Genth (Foto) als existenzbedrohendes Desaster. Bis heute hat die Konsumstimmung nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht.

Dienstag, 09. September 2025, 09:52 Uhr
Theresa Kalmer
HDE-Chef Stefan Genth fordert eine ehrliche Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen. Bildquelle: Hoffotografen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat eine umfassende Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen und ihrer wirtschaftlichen Folgen für den Einzelhandel gefordert. Anlass ist die erste Sitzung der Corona-Enquete-Kommission, wie der Verband mitteilte.

„Die Pandemie war für die ganze Gesellschaft eine Stress- und Ausnahmesituation. Jetzt gilt es, die Folgen der nicht immer zielgenauen Maßnahmen schonungslos anzusprechen und Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut Mitteilung. Die Ladenschließungen während der Pandemie bezeichnete er als „existenzbedrohendes Desaster“ für viele Handelsunternehmen.

Der Einzelhandel spürt die Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns nach Angaben des Verbands bis heute. Die Konsumstimmung habe ihr Vor-Corona-Niveau seitdem nicht mehr erreicht. Verluste in Milliardenhöhe hätten zu tausenden Geschäftsschließungen in der Branche geführt. Die staatlichen Hilfen hätten die Verluste nicht annähernd ausgeglichen, teilte der HDE mit.

Die Schließung vieler Geschäfte habe zudem die Verödung der Innenstädte stark beschleunigt. Der Handelsverband forderte die Enquete-Kommission auf, die ökonomischen Auswirkungen der Maßnahmen ausführlich zu untersuchen. Der Verband bot der Kommission seine Unterstützung bei der Aufarbeitung an.

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