In Deutschland bleibt die Konsumstimmung getrübt. Der Konsumklima-Indikator sank für August 2025 um 1,2 Zähler auf -21,5 Punkte. Das haben das Marktforschungsinstitut GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen herausgefunden.
Indikator für Konjunkturerwartungen halbierte sich
Die Sparneigung der Verbraucher stieg im Juli zum dritten Mal in Folge und erreichte mit 16,4 Punkten den höchsten Stand seit fast eineinhalb Jahren. „Die Verbraucher halten es mehrheitlich nach wie vor für ratsam, das Geld eher zurückzuhalten und nicht für größere Anschaffungen zu verwenden.“ Das erläuterte Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen.
Die Anschaffungsneigung sank um 3 Zähler auf -9,2 Punkte – den niedrigsten Wert seit Februar 2025. Auch die Konjunkturerwartungen erlitten nach fünf Anstiegen in Folge einen deutlichen Rückschlag. Der entsprechende Indikator halbierte sich von 20,1 auf 10,1 Punkte.
Verbraucher erwarten steigende Einkommen
Einen positiven Trend zeigten lediglich die Einkommenserwartungen. Sie stiegen im Juli zum fünften Mal in Folge um 2,4 Zähler auf 15,2 Punkte – den höchsten Stand seit einem Jahr. Die Verbraucher erwarten eine verbesserte Kaufkraft. Dazu tragen neben Tarifabschlüssen und Rentenerhöhungen auch die auf 2,0 Prozent gesunkene Inflationsrate bei.
Die Konsumforscher führen die anhaltende Kaufzurückhaltung vor allem auf eine generelle Unsicherheit der Verbraucher zurück. Auch das Bedürfnis, für schwierige Situationen vorzusorgen, sowie die hohen Preise für Nahrungsmittel dämpfen die Konsumstimmung.
