Trotz gedämpfter Inflation Preise für Nahrungsmittel steigen weiter

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Mai 2025 bei 2,1 Prozent eingependelt. Während sinkende Energiepreise die Inflation bremsten, stiegen die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel um 2,8 Prozent gegenüber Mai 2024. Obst wurde um 7,4 Prozent teurer.

Freitag, 13. Juni 2025, 10:19 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Nahrungsmittel als Inflationstreiber: Insbesondere Obst befindet sich in dieser Rolle. Bildquelle: Getty Images

Die Inflationsrate in Deutschland hat sich im Mai 2025 bei 2,1 Prozent stabilisiert. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte dies mit. Im Vergleich zum Vormonat April 2025 stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent.

Brand: Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln inflationstreibend

„Die Inflationsrate hat sich stabilisiert, vor allem wegen der weiterhin fallenden Energiepreise“, erklärte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Sie fügte hinzu: „Inflationstreibend wirkte dagegen auch im Mai der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen.“

Die Energiepreise sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preisrückgänge bei Kraftstoffen (6,8 Prozent) und leichtem Heizöl (9,5 Prozent) aus. Dagegen verteuerten sich Nahrungsmittel um 2,8 Prozent gegenüber Mai 2024.

Obst (7,4 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (6,6 Prozent) verzeichneten besonders starke Preisanstiege.

Auch alkoholfreie Getränke und Tabakwaren teurer

Die Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, lag im Mai 2025 bei 2,8 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich überdurchschnittlich um 3,4 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für kombinierte Personenbeförderung (11,4 Prozent) und Versicherungen (9,4 Prozent).

Waren insgesamt verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Neben Nahrungsmitteln wurden vor allem alkoholfreie Getränke (7,5 Prozent) und Tabakwaren (5,9 Prozent) teurer. Preisrückgänge gab es hingegen bei Mobiltelefonen (minus 7,6 Prozent) und Informationsverarbeitungsgeräten ( minus 5,1 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat April 2025 stiegen die Preise für Übernachtungen (4,8 Prozent) und alkoholfreie Getränke (1,4 Prozent) deutlich. Dagegen sanken die Preise für Flugreisen (minus 16,8 Prozent) und Gemüse (minus 6,2 Prozent) im Monatsvergleich spürbar.

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