Fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland will die Diversität in der Belegschaft erhöhen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom anlässlich des internationalen Pride Month im Juni.
14 Prozent haben konkret definierte Ziele
Bitkom befragte mehr als 600 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern. 49 Prozent haben demnach das Ziel verankert, die Vielfalt in ihrer Belegschaft zu steigern. Weitere 31 Prozent beschäftigen sich mit dem Thema, wie der Verband mitteilte. 14 Prozent der Unternehmen verfolgen konkret definierte Ziele mit Zeitplan. 27 Prozent wollen die Diversität generell erhöhen.
„Diverse Teams denken breiter, agieren kreativer und lösen komplexe Probleme nachweislich besser“, erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Er betonte: „Wer Diversität ignoriert oder bewusst ausklammert, vergibt Entwicklungs- und Innovationschancen.“
Unterschiede bei ähnlich großen Unternehmen
Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen Unternehmen verschiedener Größen. 66 Prozent der Firmen mit 500 oder mehr Beschäftigten haben Diversitätsziele verankert. Bei kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitenden sind es 49 Prozent.
Trotz des allgemeinen Trends befassen sich manche Unternehmen nicht mit dem Thema. Für 17 Prozent der befragten Firmen ist die Verankerung von Diversitätszielen kein Thema. Bei großen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern liegt dieser Anteil bei 6 Prozent.
Bitkom führte die Befragung von Ende 2024 bis Anfang 2025 durch. Sie umfasste eine Phase nach den US-Wahlen bis in die ersten Wochen nach Amtsantritt der Trump-Regierung.
Unter Diversität versteht man eine Vielfalt in Bezug auf Alter, Geschlecht, ethnische und soziale Herkunft, sexuelle Orientierung sowie physische und psychische Verfassung.
