Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland lagen im April 2025 um 2,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Der Preisauftrieb bei Lebensmitteln hat sich damit zwar leicht abgeschwächt, lag aber weiterhin über der Gesamtteuerung von 2,1 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.
Unterdurchschnittliches Preisplus bei Brot und Getreideerzeugnissen
Besonders stark verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat Obst mit einem Plus von 6 Prozent und Gemüse mit einem Anstieg von 5,6 Prozent. Auch Speisefette und Speiseöle wurden mit plus 4,4 Prozent deutlich teurer. Für Molkereiprodukte und Eier zahlten Verbraucher 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren stiegen um 3,7 Prozent.
Deutlich moderater entwickelten sich die Preise für Fleisch und Fleischwaren. Sie verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich um 1,3 Prozent. Auch bei Brot und Getreideerzeugnissen fiel der Preisanstieg mit plus 0,7 Prozent unterdurchschnittlich aus. Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte verteuerten sich nur minimal um 0,1 Prozent.
Statistisches Bundesamt meldet sinkende Gesamtinflation
Die Gesamtinflation in Deutschland ist im April weiter gesunken. Mit 2,1 Prozent lag sie unter dem Märzwert von 2,2 Prozent. Zu dieser Entwicklung trug vor allem der Rückgang der Energiepreise bei. Die Preise für Energieprodukte sanken um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag im April bei 2,9 Prozent. Diese Kennzahl verdeutlicht nach Angaben des Statistischen Bundesamts, dass die Teuerung in vielen wichtigen Güterbereichen weiterhin überdurchschnittlich hoch ist.
