Der Einzelhandel bleibt laut einer aktuellen Studie der wichtigste Anziehungspunkt für Besucher deutscher Innenstädte. Dies geht aus der Deutschlandstudie Innenstadt der Cima Beratung+Management GmbH und des Handelsverbands Deutschland (HDE) hervor, wie der HDE mitteilte. Für die repräsentative Erhebung befragten die Forscher über 5.000 Bundesbürger im Juni und Juli 2024.
Mehr als 70 Prozent der Befragten gaben an, die Innenstädte zum Einkaufen aufzusuchen. „Die Innenstadt lebt und ist vielerorts ein Erfolgsmodell“, zitierte der HDE den Cima-Geschäftsführer Roland Wölfel in der Mitteilung. Besonders häufig besuchen Menschen mit höherem Einkommen die Stadtzentren: 53,3 Prozent der Personen in Haushalten mit 4.000 bis unter 6.000 Euro Monatseinkommen tun dies mindestens einmal wöchentlich.
Trotz dieser positiven Signale sieht der HDE dringenden Handlungsbedarf. „Wir müssen jetzt gemeinsam die Zukunft der Innenstadt sichern“, forderte HDE-Präsident Alexander von Preen. Er betonte die Notwendigkeit verbesserter Rahmenbedingungen. Sauberkeit, Sicherheit und gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln seien das Fundament, das überall angegangen werden müsse.
Zusammenarbeit aller Akteure gefordert
Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (BCSD) plädiert für mehr Zusammenarbeit aller Akteure. Gerold Leppa, stellvertretender Bundesvorsitzender der bcsd, unterstrich die Bedeutung eines strategischen Gesamtkonzepts: „Eine zentrale Koordinierungsstelle, die die Interessen aller Akteure bündelt, zu Kooperationen anstiftet und diese trägt und die Innenstadt als multifunktionalen, attraktiven Ort für Besucherinnen und Besucher gestaltet, ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unserer Innenstädte.“
An der Studie wirkten verschiedene Verbände und Unternehmen mit, darunter der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sowie Einzelhandelsunternehmen wie Edeka und Lidl.
