Kauf von Obst und Gemüse Qualität und Frische angeblich wesentlich wichtiger als der Preis

Eine Studie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Heilbronn zeigt: Qualität und Frische sind die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Obst und Gemüse, viel wichtiger als der Preis. Der landet überraschend erst an vierter Stelle. Auch das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung sei  für die Hälfte der Verbraucher ein wichtiges Anliegen und wictiger als der Preis.

Freitag, 27. September 2024, 10:18 Uhr
Thomas Klaus
Überraschende Rangfolge: Angeblich spielt der Preis beim Kauf von Obst und Gemüse nur eine nachgeordnete Rolle. Bildquelle: Via Ritzau

Qualität und Frische entscheiden beim Kauf von Obst und Gemüse. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn. Zwei Drittel der Befragten nannten diese beiden Kriterien als ausschlaggebend für ihre Kaufentscheidung.

Aktions- und Werbepreise trotzdem attraktiv

An dritter Stelle der Kaufkriterien steht laut der Studie die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Der Preis folgt erst an vierter Stelle. Diese beiden Aspekte sind jeweils der Hälfte der Verbraucher wichtig, wie die DHBW mitteilt.

„Produkte wie Nutella und Coca-Cola sind überall gleich. Bei Obst und Gemüse ist die Qualität nicht konstant. Deshalb ist es Kunden besonders wichtig, dass es frisch ist.“ So erklärt Stephan Rüschen, Professor für Lebensmittelhandel an der DHBW, die Ergebnisse. Dennoch achtet ihm zufolge jeder zweite Verbraucher auf Aktions- und Werbepreise bei Obst und Gemüse.

Rüschen von Einstellung zum CO2-Ausstoß überrascht

Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung als wichtiges Kaufkriterium begründet Rüschen folgendermaßen: „Kunden wollen nichts wegschmeißen, für das sie Geld ausgegeben haben.“ Dem Bericht zufolge legen Verbraucher zudem Wert darauf, Obst und Gemüse in kleinen Mengen zu kaufen, wenig Verpackung zu haben und regionale Produkte zu erwerben.

Den Studienautor überrascht, dass nur jeder dritte Kunde einen geringen CO2-Abdruck als wichtig erachtet. Rüschen betont, die Wertschöpfungskette für Lebensmittel verursache etwa ein Drittel des CO2-Ausstoßes. „Kunden können aber nicht wissen, ob ein Produkt einen besseren CO2-Abdruck hat als ein anderes. Es gibt keine Kennzeichnung oder Siegel auf Obst und Gemüse“, erläutert er.

Die DHBW berichtete zudem von einer weiteren kürzlich veröffentlichten Umfrage. Diese zeigt, dass die Bereitschaft der Konsumenten, für Nachhaltigkeit auf Wohlstand zu verzichten, deutlich gesunken ist. Aktuell sind nur noch 30 Prozent dazu bereit, während es vor zwei Jahren noch jeder Zweite war.

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