Lidl hat den ersten Bauabschnitt seines neuen Verwaltungs- und Warenverteilzentrums in Herne in Betrieb genommen. Dies teilte der Discounter mit. Das Unternehmen investiert damit in den Ausbau seiner logistischen Kapazitäten in Nordrhein-Westfalen.
Nach knapp zwei Jahren Bauzeit eröffneten Marcus Pabst, Geschäftsführer der Lidl Herne Vertriebs-GmbH & Co. KG, und Abdelaziz Bouchkhachakh, Betriebsleiter des Warenverteilzentrums, den ersten Teilabschnitt des neuen Standorts. An der Eröffnung nahm auch der Oberbürgermeister der Stadt Herne, Frank Dudda, teil.
Der Umzug vom bisherigen Standort hat nach Unternehmensangaben bereits begonnen. Seit August lagert Lidl haltbare Waren und Lebensmittel am neuen Logistikstandort ein. Ab dem 30. September 2024 will der Discounter das Altlager zurückbauen und Platz für den zweiten Bauabschnitt schaffen.
Lidl plant Versorgung von 120 Filialen
Das neue Verwaltungs- und Warenverteilzentrum soll nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts im Frühjahr 2026 die Verwaltung und Belieferung von bis zu 120 Lidl-Filialen in Nordrhein-Westfalen sicherstellen. Der Gebäudekomplex erstreckt sich laut Mitteilung über eine Fläche von 54.000 Quadratmetern.
Lidl hebt die Nachhaltigkeit des Projekts hervor. Eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäudedach soll künftig jährlich rund 460.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies entspreche dem Jahresverbrauch von etwa 100 Vier-Personen-Haushalten. Zudem plant das Unternehmen die Installation von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.
Im Rahmen eines Artenschutzprogramms will Lidl auf dem insgesamt 20 Hektar großen Areal in Herne und Bochum eine rund 11.000 Quadratmeter große Blühwiese anlegen. Zusätzlich ist eine Dachbegrünung von etwa 7.400 Quadratmetern geplant. Diese soll nach Unternehmensangaben zur Verdunstung und Abkühlung des Umfeldes beitragen und bis zu sechs Tonnen CO2 pro Jahr binden.
