Mit einer Steigerung des Bio-Umsatzes um fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr wächst der Discounter Penny nach Unternehmensangaben deutlich stärker als die Branche. Diese legte im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent zu. Umsatztreiber waren vor allem die Penny-Eigenmarken. Rund 70 Prozent des Bio-Umsatzes entfallen auf den Lebensmitteleinzelhandel.
Die Bio-Eigenmarke Naturgut feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Penny will das Sortiment weiter ausbauen. Bis Ende 2025 soll die Zahl der Bio-Artikel von derzeit bis zu 500 auf rund 600 steigen. Das entspricht einer geplanten Steigerung von 20 Prozent. Der Großteil der Lebensmittel stammt aus heimischer Produktion. Ein weiteres Bekenntnis zur Heimat gibt Penny mit der Naturland-Kooperation ab. Seit Februar 2023 ist die Zahl der entsprechend gekennzeichneten Produkte auf mehr als 50 gestiegen.
„Die Tatsache, dass die Kunden auch in Zeiten deutlicher Inflation zu Bio greifen, zeigt nachdrücklich, dass Bio trotz einer gestiegenen Preissensibilität einen festen Platz im Einkaufswagen hat. In der Kundenwahrnehmung ist heimisches Bio die Synthese der drei Trends: regional, saisonal und - so weit als möglich - unverpackt“, sagte Philipp Stiehler, Geschäftsführer Rewe Group Buying.
Penny setzt auf innovative Bio-Produkte
Penny setze bei Naturgut auch auf innovative Produkte. Das Unternehmen nannte als Beispiele eine Naturland-zertifizierte Tiefkühl-Avocado, einen Bio-Kefir-Drink und Bio-Kichererbsen-Chips. Ende des Jahres startet Penny zudem eine Kooperation mit dem Weingut Langguth Erben. Dabei soll eine 250-Milliliter-Flasche Erben Spätlese in Bio-Qualität unter dem Naturgut-Label vermarktet werden.
Der Discounter erzielte 2023 in Deutschland mit rund 2.130 Filialen und mehr als 30.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro. Ab dem 5. September will Penny das zehnjährige Bestehen von Naturgut mit einer Rabattaktion feiern. Auf ausgewählte Naturgut-Artikel soll es 20 Prozent Rabatt geben.
