iPhone als Bezahlterminal Apple bietet neue Zahlungsmethode für den Handel

Apple startet seinen Service „Tap to Pay“ für kontaktlose Zahlungen nun auch in Deutschland. Ab sofort können Händler und Dienstleister in Deutschland ein iPhone zum Zahlungsempfang verwenden. Einschränkungen gibt es noch bei der Unterstützung der Girocard.

Dienstag, 25. Juni 2024, 12:33 Uhr
Bettina Röttig

Apple bringt seinen Zahlungsservice Tap to Pay auf dem iPhone in den deutschen Handel. Damit können Händler und Dienstleister künftig auch hierzulande ohne spezielle Hardware oder Bezahlterminals kontaktlose Zahlungen empfangen. Der Service wurde bereits im Februar 2022 in den USA und danach in zehn weiteren Ländern eingeführt.

Statt eines NFC-Terminals bekommen Kunden ein iPhone vorgehalten, um die Transaktion abzuschließen. Dazu werden Kunden an der Kasse aufgefordert, die kontaktlose Kredit- oder Debitkarte, das iPhone, die Apple Watch oder eine andere digitale Geldbörse in die Nähe des iPhones des Händlers zu halten, und die Zahlung wird sicher über die NFC-Technologie abgewickelt. Tap to Pay wird auch von älteren iPhone-Modellen (iPhone Xs oder neuer) unterstützt. Alle getätigten Zahlungsvorgänge werden verschlüsselt, Apple wisse nicht, was gekauft werde und wer es kaufe, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Tap to Pay funktioniert laut Apple mit kontaktlosen Kredit- und Debitkarten von Zahlungsnetzwerken wie American Express, Discover, Mastercard und Visa. Die in Deutschland populäre Girocard werde nicht von Anfang an unterstützt, doch „noch in diesem Jahr wird die Sparkassen-Finanzgruppe der erste Partner sein, der das kontaktlose Bezahlen mit der Girocard ermöglicht“, kündigt Jennifer Bailey, Vice President für Apple Pay und Apple Wallet beim Unternehmen, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an.

Um Tap to Pay den Kunden anbieten zu können, müssen die Händler auf dem iPhone die App eines kompatiblen Zahlungsanbieters installieren. Zum Start in Deutschland seien dies Adyen, Commerz Globalpay, My PoS, Nexi, Sum Up und Viva. Im Laufe dieses Jahres sollen auch die Dienstleister Mollie, Payone, Revolut, die Sparkassen-Finanzgruppe und Stripe den Dienst unterstützen. An die Zahlungsanbieter führen die Händler dann auch die üblichen Transaktionsgebühren für die Kartenzahlung ab.

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