Der Zahlungsdienstleister Payone bietet seinen Händlerkunden in Deutschland ab sofort die Akzeptanz des neuen Zahlungssystems Wero im Online-Handel an. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben offizielles Mitglied der EPI Company geworden, die das auf Echtzeitzahlungen basierende System entwickelt hat. Zuvor hatte Payone die ersten Online-Händlertransaktionen mit ausgewählten Händlern erfolgreich getestet, wie das Unternehmen mitteilte.
Wero startete 2024 zunächst für Peer-to-Peer-Zahlungen in Frankreich, Belgien und Deutschland. Die 45 Millionen Kunden der aktuellen EPI-Mitglieder können nun auf Händler-Websites mit ihrer Banking-App bezahlen. Das System ist den Angaben zufolge bereits in die Apps der Hausbanken integriert und direkt mit dem Girokonto verbunden. Alternativ steht eine eigenständige Wero-Wallet-App zur Verfügung, in die mehrere Bankkonten integriert werden können.
Für Händler verspricht Payone geringere Rückbuchungen durch ein aktives Kunden-Zustimmungsmanagement sowie eine Verminderung von Kaufabbrüchen. Zudem seien die Transaktionskosten gering. „Wero ist eine neue Bezahllösung, in der sich eine klare europäische Haltung manifestiert“, zitierte das Unternehmen seinen Vorstandschef Ottmar Bloching in der Mitteilung. E-Commerce-Händler könnten ihren Kunden eine Alternative zu den digitalen Wallets US-amerikanischer Bezahldienste anbieten.
EPI Company plant Bezahlen im Laden
Für 2026 plant die EPI Company den Rollout einer vollständigen Omnichannel-Lösung, mit der Kunden nicht nur in Online-Shops, sondern auch im stationären Geschäft bezahlen können. Payone ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Worldline und der DSV-Gruppe. Der Anteilseigner Worldline gehört seit November 2020 zu den ersten Anteilseignern der EPI Company.
Payone verarbeitet nach eigenen Angaben für 277.000 Kunden 5,4 Milliarden Transaktionen pro Jahr. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.300 Mitarbeiter an drei Standorten.
