Marktforschung Unverpackt ist weiter gefragt

Die gestiegenen Lebenshaltungskosten machen den Unverpackt-Läden in Deutschland zu schaffen. Etliche mussten im vergangenen Jahr aufgeben. Laut GfK kann es jetzt nur bergauf gehen.

Mittwoch, 24. April 2024, 10:17 Uhr
Tobias Dünnebacke
Bildquelle: Schuettgut Biohandel

Derzeit sind beim Verband der Unverpackt-Läden bundesweit 235 dieser Geschäfte verzeichnet, die Verpackungsmüll vermeiden wollen. Das waren 50 weniger als noch vor einem Jahr. „Unverpackt trifft immer noch den Nerv der Menschen“ , sagt die Nachhaltigkeitsexpertin Petra Süptitz vom Marktforschungsunternehmen NIQ/GfK in Nürnberg. Eine Befragung im Januar habe ergeben, dass sich 69 Prozent der Befragten wünschten, mehr Produkte ohne Verpackung kaufen zu können.

Allerdings reagierten die Verbraucherinnen und Verbraucher immer noch sehr preisbewusst. Viele suchten nach Angeboten und günstigen Produkten, sagt Süptitz. Doch es gebe Anzeichen für eine Trendwende. Das Qualitätsbewusstsein steige, und es werde nicht mehr nur das Nötigste gekauft. „Aber die Unverpackt- und Bio-Läden können davon aktuell noch nicht profitieren.“

Aus ihrer Sicht ist das Schlimmste für die Unverpackt-Läden jedoch überstanden. Die Läden, die es mit guten Konzepten, Service und Ambiente bisher geschafft hätten, würden wahrscheinlich auch weiterhin bestehen, meint Süptitz. Nach Angaben des Unverpackt-Verbands ist die Zahl der Ladenschließungen derzeit gering. 63 neue Läden seien in Planung.

Anzeige

analytica 2026

Digitale Möbel als Hebel für den POS

Intelligente Hardware und Technologien wie KI statten Händler mit neuen Möglichkeiten aus, das Gesamterlebnis Point of Sale zu verbessern. Ein smartes Möbel für Gebäck zeigt, wie’s geht.
Mehr erfahren

Anzeige

ITA ISM

Italien zeigt Kompetenz auf der BIOFACH 

Auf dem Gemeinschaftsstand der Italian Trade Agency präsentieren 65 Betriebe aus 16 Regionen Italiens ihre kulinarischen Köstlichkeiten.

Mehr erfahren

Neue Produkte

Im Heft (2)

Regional-Star 2025 - Die Nominierten