Tarifkonflikt HDE setzt auf Einigung

Die festgefahrenen Tarifverhandlungen im Einzelhandel sollen nach dem Spitzengespräch zwischen Verdi und dem Handelsverband Deutschland (HDE) regional fortgesetzt werden. Damit halten die Tarifparteien am bisherigen Verhandlungsformat auf Länderebene fest.

Freitag, 24. November 2023 - Handel
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Die Arbeitgeber hatten die Verhandlungen nach monatelangem Stillstand abgesagt und zu einem Spitzengespräch mit Verdi auf Bundesebene aufgerufen. Sie forderten ein neues Verhandlungsformat. Nun bleibt die Autonomie bei den Tarifverhandlungen in den Regionen.

Beide Seiten seien sich über das Ziel einig, in einer der Regionen einen ersten Abschluss zu erzielen, teilte der HDE am Donnerstagabend mit. Dieser könne dann auf die anderen Tarifgebiete übertragen werden und den Tarifkonflikt beenden. Welches Tarifgebiet diese Rolle übernehmen könne, müssten nun die Landeskommissionen entscheiden. „Daher würde nun allen Landeskommissionen angeraten, auf Basis des vorliegenden Angebots eine schnelle, autonom gefasste Entscheidung zu suchen“, hieß es.

Die nächste Verhandlungsrunde war ursprünglich für den 30. November in NRW angesetzt, dann aber abgesagt worden. Ob der Termin nun nachgeholt und der Pilotabschluss möglicherweise in NRW erzielt wird, blieb am Donnerstagabend zunächst offen.

Positiv bewertete Verdi die Ankündigung der Arbeitgeber, die Wiederaufnahme der Verhandlungen in den Ländern zu empfehlen. „Die Beschäftigten warten schon zu lange auf eine Lösung des Konflikts und vor allem auf eine Verbesserung ihrer Einkommenssituation“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Silke Zimmer. Die Gewerkschaft hat für diesen Freitag bundesweit erneut rund 10.000 Beschäftigte des Einzel- und Großhandels zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Verhandlungen in den Ländern betreffen Millionen Beschäftigte. Verdi fordert im Einzelhandel unter anderem in allen Regionen mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde und eine Laufzeit von einem Jahr. Je nach Bundesland kommen weitere Forderungen hinzu. Die Arbeitgeber boten zuletzt 10 Prozent mehr Geld plus eine Inflationsausgleichsprämie bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

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