Molkereiprodukte Verbraucher akzeptieren Milchalternativen

Deutschland hat den höchsten Umsatz und das größte Marktpotenzial bei pflanzlichen Alternativen für Molkerei-Ersatzprodukte. Das ergibt sich aus einer aktuellen Akzeptanz-Studie der Universität Hohenheim, für die Verbraucher in sechs europäischen Ländern befragt wurden.

Freitag, 11. August 2023, 12:55 Uhr
Lebensmittelpraxis
Bildquelle: Getty Images

Berücksichtigt wurden im Rahmen der Studie die Länder Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien. Dabei zeigten sich große kulturelle Unterschiede – aber auch Gemeinsamkeiten, „auf die Anbieter achten sollten“, empfiehlt die Universität.

„Die Stichprobe kann jedoch nur als begrenzt repräsentativ angesehen werden“, betont allerdings Rebecca Hansen vom Fachgebiet Agrarmärkte an der Universität Hohenheim, die diese Frage im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersucht hat: „da nur Personen in die Untersuchung aufgenommen wurden, die entweder schon pflanzliche ‚Milchprodukte‘ konsumiert haben oder mit diesem Gedanken spielten. Menschen, die daran überhaupt nicht interessiert waren, wurden nicht berücksichtigt.“

Von allen untersuchten Ländern würden in Deutschland die meisten Produkte auf diesem Gebiet auf den Markt kommen, erläutert Dr. Beate Gebhardt, Leiterin des AK BEST an der Universität Hohenheim. Doch auch auf dem gesamten europäischen Markt erfreuten sich Milch- und Molkerei-Ersatzprodukte, die aus Pflanzen gewonnen werden, zunehmender Beliebtheit. So sei ihr Umsatz in Europa zwischen 2020 und 2022 um 49 Prozent gestiegen.

Einzigartig sind aus Sicht der Wissenschaftler die Deutschen in ihrer besonders kritischen Haltung zum Tierwohl. Dies zusammen mit Aspekten wie Gesundheit und Umwelt spielt eine große Rolle bei der Entscheidung, wie oft Menschen pflanzliche Mopro-Alternativen verzehren. Vor allem diejenigen, die sich für einen vegetarischen oder veganen Lebensstil entschieden haben, hätten eine um 34 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, die pflanzlichen Alternativen häufiger zu konsumieren.  „Dies bestätigt unsere Annahme, dass die Entscheidung für den Verzehr von pflanzlichen ‚Molkereiprodukten‘ weitgehend von den Ernährungsgewohnheiten bestimmt wird“, so Dr. Gebhardt. „Zudem beeinflussen soziale Normen und kulturelle Traditionen die Deutschen hierbei weniger stark als die Menschen in den anderen Ländern.“

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