Ladendiebstähle HDE fordert härteres Durchgreifen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert klare und spürbare Konsequenzen für Ladendiebe. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagt: „Ladendiebstahl ist keine Kleinigkeit, sondern ein ernstzunehmendes Vermögensdelikt.“

Donnerstag, 22. Juni 2023, 12:26 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Getty Images

Jahr für Jahr erleide der Einzelhandel in Deutschland auf diese Art Verluste in Milliardenhöhe, so Genth. Da dürfe es „keine Bagatellisierung oder falsch verstandene Toleranz“ geben. Der HDE geht davon aus, dass die Dunkelziffer beim Ladendiebstahl bei bis zu 90 Prozent liegt. Denn eine Vielzahl der Delikte werde erst gar nicht bei der Polizei angezeigt, berichtet der Verband. Viele Händler hätten die Erfahrung gemacht, dass die angezeigten Ladendiebe meist ohne größere Konsequenzen davonkämen.

Der zuletzt in der polizeilichen Kriminalstatistik festgestellte starke Anstieg der angezeigten Ladendiebstähle hängt nach HDE-Auffassung allerdings mit der Corona-Pandemie zusammen. Denn während der Lockdowns und in Zeiten von weniger Kundenfrequenz hätten es Ladendiebe deutlich schwerer gehabt. Deshalb sei im Vergleich des Jahres 2022 mit dem Vorjahr ein deutlicher Anstieg der Diebstahlsanzeigen im Einzelhandel vorhanden. „Für den manchmal vermuteten Zusammenhang zwischen aufgrund der Inflation steigenden Preisen und einem Anstieg bei den Ladendiebstählen gibt es dagegen keine Anhaltspunkte."

Die Lebensmittel Praxis befasst sich in einem Podcast mit dem Thema Ladendiebstahl.

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