Konjunkturprognose Wirtschaftsweise erwarten keine Rezession

Laut „Wirtschaftsweisen“ hat die deutsche Wirtschaft die befürchtete Rezession gerade noch abgewendet. Insbesondere wegen der stabileren Energieversorgung habe sich der Ausblick leicht aufgehellt, teilte das Gremium in seiner aktualisierten Konjunkturprognose mit.

Mittwoch, 22. März 2023 - Handel
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Für das laufende Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen um 0,2 Prozent wachsen. Zuvor ging das Gremium davon aus, dass es um denselben Wert schrumpfen wird. Für das kommende Jahr rechnen die Experten mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.

Dennoch bleibe die Lage insgesamt angespannt. Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates: „Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust, die schlechteren Finanzierungsbedingungen und die sich nur langsam erholende Auslandsnachfrage verhindern einen stärkeren Aufschwung in diesem und im kommenden Jahr.“ Auch bei den Verbraucherpreisen sei eine merkliche Entspannung erst im kommenden Jahr zu erwarten. Grund dafür sei, dass steigende Löhne und hohe Erzeugerpreise die Teuerung vorerst stützen dürften, wie Gremiumsmitglied Martin Werding erklärte. „Die Inflation kommt zunehmend in der Breite der Wirtschaft an“, so Werding. Im laufenden Jahr gehen die Wirtschaftsweisen von einer Teuerungsrate von 6,6 Prozent aus. Im kommenden Jahr werde sie dann auf 3,0 Prozent fallen, so die Einschätzung der Wirtschaftsweisen.

Insbesondere aufgrund der drohenden Gasmangellage hatten die Sachverständigen im Herbst noch vor erheblichen Abwärtsrisiken gewarnt. Allerdings hat sich die Lage an den Energiemärkten seitdem entspannt. Auch die EU-Kommission hatte ihre Erwartungen an die deutsche Wirtschaft zuletzt nach oben geschraubt und geht ebenso wie die Bundesregierung von einem minimalen Wachstum aus.

In der nun aktualisierten Prognose warnt das Gremium jedoch, auch mit Blick auf den kommenden Winter, dass weiter erhebliche Risiken bei der Energieversorgung bestünden. „Um die Gasspeicher wieder vollständig aufzufüllen und eine Gasmangellage im kommenden Winter zu verhindern, müssen wir weiterhin umfangreich Energie sparen“, so die Sachverständige Veronika Grimm. Das gelte ebenfalls, wenn Deutschland seine Importe ausweite.

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