Preisentwicklung Kartellamt nimmt Lebensmittelpreise ins Visier

Beim Bundeskartellamt häufen sich die Beschwerden über die Preise beim Einkaufen. Das berichtete der Präsident Andreas Mundt (Foto) heute bei der Vorstellung des Jahresberichts. Die Aufsichtsbehörde verfolge die Entwicklung deshalb verstärkt. 

Dienstag, 30. August 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Kartellamt nimmt Lebensmittelpreise ins Visier
Bildquelle: Bundeskartellamt

Im Lebensmittelhandel habe sich die Behörde deshalb bereits an die Branche gewandt und um Aufschluss über die Hintergründe von Preiserhöhungen gebeten. Andreas Mundt betonte, die Inflation führe seit dem Frühjahr zu großen Belastungen für Verbraucher. Unternehmen dürften die Krisensituation nicht dazu nutzen, ihre Gewinne durch Kartellrechtsverstöße zu erhöhen. „Wir schauen deshalb genauestens hin: Gegen illegale Absprachen und Marktmachtmissbrauch werden wir konsequent vorgehen.“

Auf der anderen Seite zeigte sich Mundt offen, Unternehmen entgegenzukommen, die dem drohenden Gasmangel durch Kooperationen entgegenwirken wollen - solange diese Zusammenarbeit in ihrem Ausmaß verhältnismäßig und zeitlich begrenzt sei. „In einer solche Notlage kann man als Staat nicht an der Seitenlinie stehen“, meinte Mundt.

Nachdem die Pandemie in den vergangenen beiden Jahren die Ermittlungsarbeit der Kartellwächter eingeschränkt hatte, nimmt inzwischen die Kartellverfolgung Mundt zufolge wieder Fahrt auf. Insgesamt habe die Behörde in diesem Jahr bereits 13 Durchsuchungsaktionen durchgeführt. Im Vorjahr gab es aufgrund der Pandemie nur zwei Durchsuchungen.

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