Geschäftsjahr Hellofresh kassiert Prognose

Zwar lief das zweite Quartal des Kochboxen-Versenders Hellofresh besser als von Analysten erwartet, dennoch rechnet der Vorstand für 2022 mit einem geringeren Wachstum bei Umsatz und Gewinn. Gründe dafür liegen in der Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds und in der Inflation.

Donnerstag, 21. Juli 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Hellofresh

Der Konzernerlös soll 2022 währungsbereinigt nur noch um 18 bis 23 Prozent steigen, teilt das im Dax notierte Unternehmen mit. Zuvor hatte sich der Vorstand einen Wert von 20 bis 26 Prozent vorgenommen. Ausgehend vom Vorjahresumsatz von knapp 6 Milliarden Euro rechnet Konzernchef Dominik Richter nun also mit einem Erlös von rund 7,07 bis 7,37 Milliarden Euro.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll noch bei 460 bis 530 Millionen Euro liegen. Hellofresh wollte ursprünglich im laufenden Jahr einen operativen Gewinn von 500 bis 580 Millionen Euro erzielen. Im Vorjahr hatte der Wert bei 527,6 Millionen Euro gelegen.

Insgesamt lief es für die Berliner im zweiten Geschäftsquartal rund. Auf Basis vorläufiger Erkenntnisse dürfte der operative Gewinn (Ebitda) zwischen 140 und 150 Millionen Euro liegen. Zwar wäre das in jedem Fall weniger als im Vorjahr, allerdings hatten Analysten noch schlechtere Zahlen erwartet. Der Umsatz hingegen dürfte bei fast 2 Milliarden Euro liegen, nach 1,56 Milliarden im Vorjahr. Den Bericht zum zweiten Quartal sowie dem ersten Halbjahr will das Management am 15. August vorlegen.

Die Hellofresh-Aktie reagierte auf die Prognosesenkung mit einem zweistelligen Verlust, der sich bis zum Donnerstag Morgen auf fast 20 Prozent summiert.

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