GfK-Konsumklima Verbraucherstimmung sinkt nicht weiter

Nachdem die Stimmung der Verbraucher im April ihr Rekordtief erreichte, ist sie im Mai entgegen der Annahmen des GfK nicht weiter gesunken. Von einer anhaltenden Trendwende könne jedoch noch nicht gesprochen werden.

Mittwoch, 25. Mai 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images/David-Prado

Der GfK war zunächst von -26,0 Punkten für das Konsumklima im Juni ausgegangen und somit von einer zusätzlichen Abnahme von rund 0,6 Punkten im Vergleich zum Vormonat Mai. „Damit verbessert sich das Konsumklima zwar geringfügig, die Konsumstimmung ist aber nach wie vor an einem absoluten Tiefpunkt“, erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte. „Trotz weiterer Lockerungen coronabedingter Beschränkungen drücken der Ukraine-Krieg und vor allem die hohe Inflation schwer auf die Stimmung der Verbraucher.“

Auch wenn die Konjunkturerwartung im Mai nicht weiter einbreche, fürchteten die Verbraucher weiterhin eine Rezession. So verhinderten derzeitige Lieferkettenprobleme und fehlende Halbleiter eine nachhaltige Erholung des Großteils der deutschen Wirtschaft. Auch Lockerungen coronabedingter Beschränkungen könnten hierbei nicht die erhoffte positive Wirkung auf die Konjunktur bringen. Die Einkommenserwartung, die im Vormonat auf den niedrigsten Wert seit fast 20 Jahren abgestürzt war, habe sich zwar aktuell ein wenig erholen können, bleibe jedoch weiterhin auf enorm niedrigen Niveau. 

Für eine anhaltende Trendwende in der Verbraucherstimmung sei zum einen die Beendigung des Konflikts in der Ukraine durch erfolgreiche Friedensverhandlungen essentiell und zum anderen eine spürbare Rückführung der Inflation. Letzteres hinge von der Begleitung der Europäischen Zentralbank mittels angemessener Geldpolitik zusammen, heißt es in einer Pressemeldung.

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